Die Monta Klebebandwerk GmbH mit Sitz in Immenstadt (Bayern) hat beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das 1855 gegründete Unternehmen blickt auf eine 171-jährige Geschichte zurück – von der Bindfadenfabrik zum bekannten Klebeband-Hersteller.
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt
Am 16. Juli 2026 stellte das Unternehmen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Nach Angaben der Geschäftsführung soll der Betrieb uneingeschränkt fortgeführt werden. Die Finanzierung sei mindestens bis Ende Januar 2027 gesichert. Auch die Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien seien von der Insolvenz nicht unmittelbar betroffen.
„Dem Insolvenzantrag in Eigenverwaltung liegen mehrere Faktoren zugrunde. Dazu gehören vor allem wirtschaftliche Herausforderungen wie stark gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik während der vergangenen Monate“, erklärt Lars Böhrnsen, Geschäftsführer der Monta Klebebandwerk GmbH.
Großbrand 2015 als schwerer Einschnitt
Bereits 2015 erlebte das Unternehmen einen tiefen Einschnitt: Ein Großbrand zerstörte die Produktionsanlagen in Immenstadt. Die Hallen wurden danach wieder aufgebaut. Heute beschäftigt Monta rund 150 Mitarbeiter am Standort in Bayern.
Sanierungsmaßnahmen und Investorensuche
Das Unternehmen will mit dem Verfahren seine Sanierung fortsetzen und sich langfristig stabilisieren. „Die Maßnahmen fokussieren sich auf eine Steigerung der Effizienz der Arbeitsabläufe sowie eine Optimierung des Produktportfolios auf ein besonders zukunftsfähiges Sortiment“, so Böhrnsen. Das Sortiment wird verkleinert, der Vertrieb im In- und Ausland ausgebaut.
Parallel sucht Monta einen neuen Investor. „Hierzu soll es in Kürze einen Investorenprozess geben“, kündigt der Geschäftsführer an. Ziele sind die Rettung des Unternehmens, die Sicherung der Arbeitsplätze in Immenstadt und die bestmögliche Bedienung der Gläubiger. Gesellschafter und Betriebsrat stehen laut Unternehmen hinter dem Restrukturierungskurs.



