Jürgen Klopp (59) hatte sich als Global-Sportboss von Red Bull viel vorgenommen. Bei seiner Vorstellung im Januar 2025 in Salzburg betonte er, künftig mit Trainern anders zusammenarbeiten zu wollen. „Einfach, weil ich selbst in dieser Situation gewesen bin“, erklärte Klopp damals. Und er hoffte: „Ich hoffe, dass Trainer acht, neun Jahre bei uns bleiben, weil sie denken, dass sie hier gut begleitet werden.“
Doch von Kontinuität ist keine Spur. Die Geduld des 59-Jährigen bei Misserfolgen ist offenbar begrenzt. Das am Mittwoch offiziell verkündete Aus von Leipzig-Coach Ole Werner (38) war bereits die neunte Trainer-Entlassung in einem der sechs Red-Bull-Klubs, für die Klopp als Global-Sportboss zuständig ist: Leipzig, Salzburg, New York, Bragantino (Brasilien), Ōmiya Ardija und Paris FC.
Klopp, der Trainer-Killer! Offiziell wird er in den Trennungsmitteilungen nie zitiert. Bei der Entscheidungsfindung ist er als Berater aber immer mitbeteiligt. So auch bei Marco Rose (49). Der Ex-Leipziger war im März 2025 der erste Trainer, der seinen Stuhl nach Klopps Amtsantritt räumen musste. Dass er einst sein Kapitän in Mainz war, konnte Rose dabei nicht retten. Sieben Monate später musste mit Sandro Schwarz (47) in New York ein weiterer früherer Mainz-Kumpel dran glauben.
Irre: Anfang Juli startet Klopp in seinen 17. Monat bei Red Bull. Zeitgleich dürfte mit Martín Demichelis (45) bei RB Leipzig der 16. Trainer loslegen, der vom Global-Boss mit ausgewählt wurde.
Die Chronik der Klopp-Rauswürfe:
- 30. März 2025: Marco Rose (49) – RB Leipzig
- 23. September 2025: Tetsu Nagasawa (58) – RB Omiya Ardija
- 27. Oktober 2025: Sandro Schwarz (47) – New York Red Bulls
- 27. Oktober 2025: Fernando Seabra (49) – Red Bull Bragantino
- 17. Februar 2026: Thomas Letsch (58) – Red Bull Salzburg
- 22. Februar 2026: Stéphane Gilli (52) – Paris FC
- 18. Mai 2026: Daniel Beichler (37) – Red Bull Salzburg
- 31. Mai 2026: Yuki Miyazawa (40) – RB Omiya Ardija
- 17. Juni 2026: Ole Werner (38) – RB Leipzig



