Die Datenanalyse-Firma Palantir, bekannt für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden, hat im vergangenen Quartal einen massiven Umsatzsprung erzielt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 93 Prozent auf knapp 1,94 Milliarden Dollar und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 1,8 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Allein im dritten Quartal wuchs der Umsatz um rund ein Fünftel.
US-Geschäft als Wachstumstreiber
Das Wachstum kommt vor allem aus dem Heimatmarkt: Die Erlöse in den USA verdoppelten sich auf 1,57 Milliarden Dollar. Besonders stark wuchs das Geschäft mit Unternehmen, das um 149 Prozent auf 764 Millionen Dollar zulegte. Auch das Regierungsgeschäft expandierte kräftig und stieg um 90 Prozent auf 809 Millionen Dollar.
Palantir ist auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert und liefert Software, die unter anderem von Geheimdiensten und dem Militär genutzt wird. Zu den Kunden zählen das Heimatschutzministerium und das Pentagon, das die Software Medienberichten zufolge auch im Iran-Konflikt einsetzt.
Prognose angehoben, Aktie steigt
Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Aktie wider: Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs zeitweise um mehr als neun Prozent. Palantir hob zudem die Umsatzprognose für das gesamte Jahr an und übertraf mit der Vorhersage für das laufende Quartal die Markterwartungen.
„Die Nachfrage nach unseren KI-Lösungen ist außergewöhnlich hoch“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Zahlen belegen den Trend, dass US-Unternehmen zunehmend auf Künstliche Intelligenz setzen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Ausblick und Bedeutung
Mit dem Wachstum festigt Palantir seine Position als einer der führenden Anbieter von KI-gestützter Datenanalyse. Die steigende Nachfrage aus der Wirtschaft zeigt, dass die Technologie nicht mehr nur für Behörden, sondern auch für Unternehmen aller Branchen relevant ist. Analysten sehen in den Zahlen ein starkes Signal für den gesamten KI-Sektor.
Die genauen Auswirkungen auf den Markt bleiben abzuwarten, doch die beeindruckenden Zahlen dürften weitere Investitionen in KI-Technologien anregen. Palantir bleibt damit ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung der Branche.



