Bei einem Schusswaffeneinsatz in Köln-Mülheim sind am Abend vier Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Die Polizei geht von einem Streit zwischen mehreren Personen aus, der der Tat vorausging. Die Verletzten wurden von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe sind noch völlig unklar.
Ereignisablauf und erste Ermittlungen
Gegen 21:30 Uhr meldeten Anwohner Schüsse auf einer Straße im Stadtteil Mülheim. Als die Polizei eintraf, fanden die Beamten vier Verletzte, die offenbar durch Schüsse getroffen worden waren. Zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die anderen beiden erlitten leichte Verletzungen und konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus verlassen.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin handelt es sich bei den Verletzten um Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Die Identität der Täter ist unbekannt. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und fahndet nach den Schützen. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden.
Ermittlungen vor Ort und Zeugenaufruf
Die Beamten sicherten am Tatort zahlreiche Spuren, darunter mehrere Patronenhülsen. Die Umgebung wurde weiträumig abgesperrt. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Stadtteil, um nach den Tätern zu suchen. Bislang gibt es keine Festnahmen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer Hinweise zu dem Vorfall geben kann, soll sich unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder über die Onlinewache melden.
Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Die Polizei prüft, ob es sich um eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Gruppen handelt oder ob ein persönlicher Konflikt der Auslöser war. Nachbarn berichteten, dass es in der Gegend in letzter Zeit vermehrt zu Auseinandersetzungen gekommen sei.
Zeugen gesucht – Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei hat eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Polizeisprecherin betonte, dass man alle verfügbaren Ressourcen einsetze, um die Täter zu finden. „Wir werden nicht ruhen, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen sind“, sagte sie.
Die Verletzten werden derzeit in Kölner Krankenhäusern behandelt. Ihr Zustand ist stabil, aber kritisch. Die Polizei hat die Angehörigen der Opfer informiert und bietet psychologische Betreuung an.
Der Vorfall hat in Köln Bestürzung ausgelöst. Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte: „Meine Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Familien. Ich bin schockiert über diese Gewalttat mitten in unserer Stadt.“
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, keine eigenen Ermittlungen anzustellen, sondern Hinweise an die Behörden zu geben. Man sei auf die Unterstützung der Zeugen angewiesen, um die Hintergründe aufzuklären und weitere Gewalt zu verhindern.



