Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 6.000 gestiegen. Das teilten die Behörden am Mittwoch mit. Die Katastrophe ereignete sich am vergangenen Wochenende und hinterließ eine Spur der Verwüstung in mehreren Regionen des Landes.
Zerstörung und Rettungsarbeiten
Besonders betroffen ist die Küstenregion nahe der Hauptstadt Caracas. Dort sind ganze Stadtviertel eingestürzt. Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um Verschüttete zu bergen. Nach offiziellen Angaben konnten bislang rund 2.000 Menschen lebend gerettet werden. Die Behörden gehen jedoch davon aus, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte.
Der Präsident des Landes rief den Notstand aus und bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe. Mehrere Länder haben bereits Hilfsgüter und Suchteams entsandt. Die Vereinten Nationen koordinieren die Unterstützung.
Hintergrund und Auswirkungen
Das Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala war das schwerste in Venezuela seit Jahrzehnten. Es löste zahlreiche Nachbeben aus, die die Rettungsarbeiten erschweren. Die Infrastruktur in den betroffenen Gebieten ist weitgehend zusammengebrochen. Strom- und Wasserversorgung sind unterbrochen, Krankenhäuser sind überfüllt.
Experten warnen vor Seuchengefahr. Die hygienischen Bedingungen in den Notunterkünften seien kritisch. Die Regierung arbeitet an der Versorgung der obdachlosen Bevölkerung. Schätzungen zufolge sind mehr als 200.000 Menschen obdachlos geworden.
Hilfe und Solidarität
Internationale Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz haben ihre Einsätze verstärkt. Sie versorgen die Betroffenen mit Lebensmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe. Auch aus Deutschland kommen Hilfslieferungen. Die Bundesregierung stellte eine Million Euro Soforthilfe bereit.
Der venezolanische Botschafter in Berlin dankte für die Unterstützung. Er betonte, dass das Land diese Hilfe dringend benötige. Die Aufarbeitung der Katastrophe werde noch Monate dauern.
Blick in die Zukunft
Die Regierung kündigte an, den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu planen. Experten schätzen den wirtschaftlichen Schaden auf mehrere Milliarden Dollar. Die venezolanische Wirtschaft, die bereits unter der Krise leidet, wird weiter geschwächt.
Die Bevölkerung zeigt sich trotz der Katastrophe solidarisch. Viele Freiwillige helfen bei den Rettungsarbeiten und in den Notunterkünften. Die Trauer um die Opfer ist jedoch allgegenwärtig.



