Hollywood-Bieterkampf: Paramount erhöht Druck mit neuem Angebot für Warner
Paramount erhöht Druck mit neuem Angebot für Warner

Hollywood-Bieterkampf: Paramount erhöht Druck mit neuem Angebot für Warner

Der Bieterkampf um das legendäre Hollywood-Studio Warner Brothers tritt in eine entscheidende Phase ein. Paramount hat durch die Zusage einer Gebotserhöhung neue Verhandlungen erzwungen und erhält nun eine Woche Zeit, den Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery von einem Zusammenschluss zu überzeugen.

Neue Verhandlungen nach mündlicher Zusage

Auslöser für die Wiederaufnahme der Gespräche war eine mündliche Zusage eines Paramount-Vertreters, der ein Angebot von 31 Dollar pro Aktie in Aussicht stellte. Dies entspricht einer Steigerung um einen Dollar gegenüber dem bisherigen Paramount-Gebot. Der Warner-Verwaltungsrat will nun in den kommenden sieben Tagen herausfinden, wie weit Paramount tatsächlich bereit ist zu gehen.

Gleichzeitig bekräftigte der Warner-Verwaltungsrat seine Empfehlung an die Aktionäre, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen. Die Abstimmung darüber wurde auf den 20. März festgelegt. Die neuen Verhandlungen mit Paramount könnten den Streaming-Riesen jedoch zwingen, sein eigenes Angebot nachzubessern.

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Paramounts hartnäckige Bemühungen

Warner und Netflix hatten Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaming-Geschäft geschlossen. Nur wenige Tage später wandte sich Paramount direkt an die Aktionäre und bot 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery inklusive TV-Sendern wie CNN an.

Im Gegensatz dazu sieht das Netflix-Angebot von knapp 83 Milliarden Dollar vor, die Fernsehsender in ein eigenständiges Unternehmen abzuspalten. In den vergangenen Wochen bemühte sich Paramount intensiv, Einwände von Warner auszuräumen und wieder an den Verhandlungstisch zu kommen.

Zu den Zugeständnissen gehörte:

  • Die Übernahme einer Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar, die Warner bei einer Auflösung des Netflix-Deals leisten müsste
  • Die mündliche Zusage einer Gebotserhöhung auf 31 Dollar pro Aktie
  • Die Andeutung, dass dies nicht das endgültige Angebot darstellt

Das Schicksal von CNN im Fokus

Im Hintergrund des milliardenschweren Bieterkampfes steht auch die Zukunft des Nachrichtensenders CNN, der regelmäßig kritisch über den US-Präsidenten Donald Trump berichtet. Trump hatte im Dezember erklärt, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.

Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison übernommen, der als Trump-Unterstützer bekannt ist. Seit der Übernahme durch die Ellisons hat die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS teilweise einen freundlicheren Ton gegenüber der Trump-Regierung angeschlagen.

Kritiker in den USA befürchten daher, dass CNN unter dem Dach von Paramount seine redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Diese politische Dimension verleiht dem wirtschaftlichen Bieterkampf eine zusätzliche Brisanz, die über rein geschäftliche Interessen hinausgeht.

Die kommende Woche wird zeigen, ob Paramount mit seinem erhöhten Druck und neuen Angeboten den Verwaltungsrat von Warner überzeugen kann oder ob Netflix seinen Vorsprung im Rennen um das Hollywood-Urgestein behält.

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