RB Leipzig: 113-Mio.-Problem – Vier Neue, kein Abgang
RB Leipzigs 113-Mio.-Problem: Vier Neue, kein Abgang

RB Leipzig steckt in einem finanziellen Dilemma: Während der Klub bereits vier Neuzugänge mit einem Gesamtvolumen von bis zu 90 Millionen Euro verpflichtet hat, stehen noch keine Abgänge fest. Laut Finanzplan müssen die Verantwortlichen um Sport-Boss Marcel Schäfer in diesem Sommer rund 113 Millionen Euro durch Spielerverkäufe einnehmen. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Die vier Neuzugänge im Detail

Die Verstärkungen sind bereits fix: Innenverteidiger Abdoul Koné kam für 17 Millionen Euro (plus vier Millionen Bonuszahlungen) von Stade Reims. Mittelfeldspieler Rocco Reitz wechselte für 20 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach nach Leipzig. Offensivspieler Brajan Gruda wurde von Brighton ausgeliehen, wobei eine niedrigschwellige Kaufpflicht von 25 Millionen Euro vereinbart wurde. Für Innenverteidiger Maxime Estéve von Burnley werden ebenfalls 25 Millionen Euro fällig. Insgesamt sind also bis zu 90 Millionen Euro an Ausgaben bereits verplant.

Druck auf Abgangskandidaten

Um die Finanzlücke zu schließen, müssen nun Spieler den Verein verlassen. Zu den heißen Kandidaten zählen Castello Lukeba, Chad Bitshaibu sowie die zuletzt verliehenen Arthur Vermeeren, Lutsharel Geertruida und Eljif Elmas. Auch Top-Star Yan Diomande könnte theoretisch noch einen dreistelligen Millionenbetrag einbringen. Die Strategie von RB Leipzig ist es, wie schon im vergangenen Sommer, zunächst die Wunschtransfers der Konkurrenz zuvorzukommen und dann durch Abgänge Einnahmen zu generieren. So wird auch Druck auf die Abgangskandidaten ausgeübt.

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Aussagen der Klub-Chefin

Klub-Chefin Tatjana Haenni äußerte sich zu der schwierigen Situation: „Budgettechnisch stimmt die Balance noch nicht ganz. Das wird sich in den nächsten paar Wochen noch in eine andere Richtung verändern.“ Sie betonte zudem: „Transfererlöse sind für RB Leipzig sehr, sehr wichtig. Es ist ein bisschen die Dynamik des Geschäfts, dass es manchmal auf der einen Seite schneller geht als auf der anderen. Das kann man schwer planen.“

Erfolgreiches Vorbild aus dem Vorjahr

Im vergangenen Sommer hatte RB Leipzig eine ähnliche Taktik erfolgreich umgesetzt. Fast auf den Tag genau schnürte Sport-Boss Marcel Schäfer damals ein 50-Millionen-Transfer-Viererpack mit Yan Diomande, Johan Bakayoko, Andrija Maksimovic und Kosta Nedeljkovic. Dieses Vorgehen wurde intern als „kalkuliertes Risiko“ bezeichnet. Später wurden die Einkäufe durch die Abgänge von Benjamin Sesko und Xavi Simons gegenfinanziert. Auch in diesem Jahr soll diese Strategie aufgehen – doch bisher fehlen die erlösenden Verkäufe.

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