Bei US-Angriffen auf Brücken in der südiranischen Hafenstadt Bandar Chamir sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sieben Menschen getötet worden. Die Agentur beruft sich dabei auf Informationen der Universität für medizinische Wissenschaften in Hormozgan, die im Iran auch als regionale Gesundheitsbehörde fungiert. Die USA hatten zuvor mehrfach Brücken ins Visier genommen, darunter die Kahurestan- und die Gariveh-Brücke in der Provinz Hormusgan, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Provinzverwaltung berichtete.
Katar wehrt iranischen Raketenangriff ab
Bei der Abwehr eines iranischen Raketenangriffs auf Katar wurde nach Angaben des Innenministeriums ein Kind durch Trümmerteile verletzt. Es werde medizinisch versorgt, teilt die Behörde auf der Plattform X mit. Die Raketenabwehr sei erfolgreich gewesen, teilt das Verteidigungsministerium mit. In der Hauptstadt Doha waren einem Augenzeugen zufolge mehrere Detonationen zu hören. Die Regierung hatte wegen der Angriffe Warnmeldungen an Mobiltelefone verschickt. Katar ist gemeinsam mit Pakistan ein wichtiger Vermittler bei den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs. Die Gespräche sind jedoch wegen der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran ins Stocken geraten.
Iran meldet Drohnenangriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait
Die iranische Armee greift nach eigenen Angaben Truppenstützpunkte und Logistikzentren der USA in Kuwait mit Drohnen an. Dies berichten staatliche iranische Medien. Zudem griff die iranische Armee nach eigenen Angaben US-Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge auf dem Stützpunkt Sakhir in Bahrain mit Drohnen an, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete.
USA erklären jüngste Angriffswelle gegen Iran für beendet
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Freitag die jüngste Runde von Luftangriffen gegen den Iran beendet. Es war die sechste Nacht in Folge mit Angriffen auf die Islamische Republik, während sich der Konflikt um die Straße von Hormus weiter zuspitzt. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) erklärte, man habe „Küstenüberwachungs- und Luftabwehrstellungen, militärische Logistikinfrastruktur sowie maritime Fähigkeiten“ getroffen, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Verstärkt gerieten dabei Brücken ins Visier der Angriffe. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurden dabei mindestens sieben Menschen getötet.
Golfstaaten geraten erneut unter Beschuss
Die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sind nach Beginn der neuen US-Angriffe im Iran abermals unter Beschuss geraten. Die kuwaitische Luftabwehr sei gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe im Einsatz, teilte das Militär des US-Verbündeten in der Nacht auf X mit. Details gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatte das US-Militär damit begonnen, in der nunmehr sechsten Nacht in Folge Ziele im Iran anzugreifen.
Wadephul schlägt EU-Stabilisierungsmission für den Libanon vor
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine europäische Stabilisierungsmission für den Libanon als Ersatz für den auslaufenden UN-Einsatz Unifil ins Gespräch gebracht. „Wir sollten in der EU prüfen, ob wir im Anschluss an die Unifil-Mission mit einem europäischen Mandat dafür sorgen können, dass kein Sicherheitsvakuum entsteht“, sagte Wadephul dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut einem Vorabbericht vom Freitag. Eine solche Truppe könne die Voraussetzung dafür schaffen, dass sich die israelische Armee zurückziehe, ohne dass die Hisbollah-Miliz zurückkehre. Im Libanon gebe es mit der sich stabilisierenden Regierung derzeit eine der hoffnungsvollsten Entwicklungen in der Region, erklärte der Minister weiter. „Wir Europäer müssen alles dafür tun, dass dieser Prozess positiv weitergeht.“ Die Friedensmission der Vereinten Nationen im Libanon (Unifil) läuft am 31. Dezember 2026 aus. Der Bundestag hatte das deutsche Mandat für eine Beteiligung an dem Einsatz vor wenigen Wochen letztmalig verlängert.
Iran dementiert Freilassung von US-Gefangenem
Die iranische Justiz dementiert die Freilassung eines US-Gefangenen sowie einen Gefangenenaustausch, wie staatliche Medien melden. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, eine 2024 während der Amtszeit von Präsident Joe Biden festgenommene US-Bürgerin sei freigekommen. Eine Überprüfung habe ergeben, dass weder ein verurteilter US-Gefangener, noch eine der Spionage für die USA beschuldigte Person, noch ein anderer amerikanischer Häftling, auf die Trumps Beschreibung zutreffe, freigelassen oder im Rahmen eines Austauschs überstellt worden sei, teilt die Behörde mit.
Neue US-Angriffe gegen den Iran – den fünften Tag in Folge
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben den fünften Tag in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 14.00 Uhr US-Ostküstenzeit (21.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen.“ Das US-Militär hatte erst am Mittwoch erneut und in zwei Wellen den Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Beschuss auf Ziele in der Region – unter anderem meldeten die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain Angriffe. Auch Jordanien meldete erneuten Beschuss aus dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran diese Woche einmal mehr mit Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht. Auf die Frage einer Journalistin, ob er dem Iran ein Ultimatum gebe, bevor das US-Militär mit Bombenangriffen auf Brücken beginnen würde, sagte Trump am Mittwoch: „Ich mag es nicht, Fristen zu setzen.“
Insider: Iran fordert Huthi-Miliz zu Vorbereitung von Blockade am Roten Meer auf
Iran hat die Huthi-Rebellen im Jemen Insidern zufolge aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angriffen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtigste Route durch die Straße von Hormus bereits vom Iran blockiert wird. Die Pläne wurden in der Führung der Islamischen Republik diskutiert und an die verbündeten Huthis übermittelt, hieß es aus iranischen und regionalen Kreisen. Einem Insider aus dem Umfeld der Huthi-Miliz zufolge haben die Rebellen ihre Vorbereitungen für Angriffe auf die Schifffahrt abgeschlossen. Sie hätten Raketen und Drohnen nahe der Meerenge Bab al-Mandab stationiert und warteten auf weitere Befehle. Die Entscheidung über eine Sperrung der Meerenge liege bei Vertretern der iranische Revolutionsgarde, die sich im Jemen aufhielten.
Indien verbietet Einsatz von Seeleuten in Straße von Hormus
Indien untersagt wegen der eskalierenden Gewalt im Persischen Golf vorerst den Einsatz indischer Seeleute auf Schiffen in der Straße von Hormus. Die Anordnung sei an Reeder, Schiffsmanager und Personalvermittler gegangen, teilt die Generaldirektion für Schifffahrt mit. Bei Angriffen in der Region wurden innerhalb von drei Tagen zwei indische Seeleute getötet. Die Regierung in Neu-Delhi legte Protest beim Iran ein und bestellte dessen stellvertretenden Botschafter ein. Indien ist mit mehr als 300.000 Seeleuten der weltweit drittgrößte Anbieter von Arbeitskräften für die globale Schifffahrt.



