Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, gilt als einer der mächtigsten Rüstungsmanager Deutschlands. Unter seiner Führung hat sich der Konzern zu einem globalen Player entwickelt. Doch nun könnte ihm sein eigener Erfolg zum Verhängnis werden. Der ehrgeizige Manager, der das Unternehmen wie ein Sonnenkönig regiert, steht zunehmend unter Druck.
Der Aufstieg eines Sonnenkönigs
Papperger hat Rheinmetall in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Der Konzern profitierte von steigenden Rüstungsausgaben und neuen Aufträgen. Allein im Jahr 2025 stieg der Umsatz um 15 Prozent auf über 8 Milliarden Euro. Doch mit dem Erfolg wuchs auch die Kritik. Papperger wird vorgeworfen, zu autokratisch zu führen und Risiken zu unterschätzen.
Interne Spannungen und Machtkämpfe
Hinter den Kulissen brodelt es. Laut Informationen des SPIEGEL gibt es zunehmend Spannungen zwischen Papperger und dem Aufsichtsrat. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder sollen unzufrieden mit seinem Führungsstil sein. „Er behandelt den Konzern wie sein persönliches Eigentum“, zitiert der SPIEGEL einen Insider. Die Kritik richtet sich vor allem gegen seine expansive Strategie, die hohe Schulden verursacht hat.
Finanzielle Risiken und Schuldenberg
Rheinmetall hat in den vergangenen Jahren Milliarden in Akquisitionen und neue Werke investiert. Die Nettoverschuldung stieg auf über 3 Milliarden Euro. Analysten warnen vor einer Überdehnung. „Das Unternehmen hat sich finanziell stark exponiert“, sagt ein Branchenexperte. Sollten die Aufträge zurückgehen, könnte Rheinmetall in eine Schieflage geraten.
Pappergers Zukunft auf der Kippe
Die Frage nach Pappergers Zukunft stellt sich immer drängender. Sein Vertrag läuft noch bis 2028, doch die Diskussionen über eine vorzeitige Ablösung nehmen zu. „Der Druck auf ihn wächst täglich“, so ein Unternehmenskenner. Ob der Sonnenkönig von Rheinmetall am Ende doch noch gestürzt wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Sein Erfolg hat ihm nicht nur Ruhm, sondern auch viele Feinde eingebracht.



