Ein Urlaubsflug mit Ryanair endete für Passagiere und Besatzung im Schockzustand. Auf dem Flug FR 1879 zersplitterte während des Fluges eine Fensterscheibe. Ein Passagier wurde durch den Sog bis zu den Schultern aus dem Fenster gezogen. Der Pilot rief wiederholt „Emergency“ und weinte nach der Landung sogar Blut, wie eine Augenzeugin schildert.
Der Vorfall aus Sicht einer Passagierin
Die Augenzeugin, die anonym bleiben möchte, berichtete gegenüber BILDplus von den Minuten der Todesangst. Sie saß nur wenige Reihen entfernt von dem betroffenen Fenster. „Plötzlich gab es einen lauten Knall, und dann habe ich gesehen, wie ein Mann teilweise aus dem Fenster gezogen wurde. Die Scheibe war komplett zerborsten“, so die Passagierin.
Der Sog sei so stark gewesen, dass der Passagier nicht mehr in die Kabine zurückkonnte. Andere Reisende hätten versucht, ihn festzuhalten, bis die Crew eingriff. „Der Pilot hat immer wieder ,Emergency‘ gerufen. Es war ein absolutes Chaos“, erinnert sie sich.
Reaktion des Piloten und der Crew
Besonders erschütternd war für die Zeugin der Zustand des Piloten nach der Landung. „Selbst der Pilot weinte Blut. Er war völlig fertig“, sagt sie. Die Maschine konnte offenbar sicher notlanden, der verletzte Passagier wurde medizinisch versorgt. Über seinen Gesundheitszustand ist bislang nichts bekannt.
Erstaunlicherweise blieben einige Passagiere in den Reihen mit der kaputten Scheibe sitzen. „Sie waren wie gelähmt, konnten sich nicht bewegen. Andere schrien und weinten“, so die Augenzeugin. Die Flugbegleiter hätten versucht, die Situation zu beruhigen, seien aber selbst sichtlich geschockt gewesen.
Ermittlungen und Konsequenzen
Die Luftfahrtbehörden haben Ermittlungen eingeleitet. Ryanair äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall. Experten vermuten einen Materialfehler oder eine Beschädigung der Scheibe vor dem Start. Derartige Vorfälle sind äußerst selten, aber nicht völlig unbekannt.
Die Passagierin hofft nun auf Aufklärung: „Ich werde nie wieder fliegen, ohne an diese Situation zu denken. Man fühlt sich so hilflos in so einer Höhe.“ Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Billigfliegern auf.



