Streit um 6000 Dollar: „Odyssee“-Macher sollen Wikingerschiff beschädigt haben
Streit um 6000 Dollar: Wikingerschiff bei „Odyssee“ beschädigt

Ein Nachbau eines Wikingerschiffs steht im Zentrum eines Zahlungsstreits um den Film „Die Odyssee“ von Christopher Nolan. Die Eigentümer des Bootes, ein gemeinnütziger Wikinger-Kulturverband, werfen der Produktionsfirma Universal vor, das Schiff während der Dreharbeiten beschädigt und die Reparaturkosten in Höhe von 6000 Dollar nicht übernommen zu haben. Universal bestreitet die Vorwürfe und verweist auf vollständig beglichene Rechnungen.

Hintergrund des Streits

Bei dem Schiff handelt es sich um die „Glad av Gillberga“, einen originalgetreuen Nachbau eines Wikingerschiffs aus der Zeit um 1040, basierend auf einem im dänischen Roskildefjord gefundenen Wrack. Das 17,50 Meter lange Boot ist im Besitz eines Kulturverbandes und taucht im Film als eines der Begleitschiffe auf. Laut Berichten des „Guardian“ und der „New York Times“ war das Schiff sechs Monate lang im Besitz der Produktionsfirma Universal für die Dreharbeiten. Als es zurückgegeben wurde, wies es erhebliche Schäden auf.

Forderungen der Eigentümer

Peter Olausson, Vorsitzender des Kulturverbandes, betonte gegenüber dem „Guardian“, dass es sich bei den 6000 Dollar ausschließlich um Materialkosten handele; die Arbeitszeit sei nicht berechnet worden. „Natürlich kann sich Universal diese 6000 Dollar leisten. Wir fühlen uns vergessen“, sagte Olausson. Er warf dem Unternehmen vor, sein Wort gebrochen zu haben: „Die Vereinbarung war, dass wir es reparieren und finanziell entschädigt werden.“

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Reaktion von Universal

Universal wies die Vorwürfe zurück. Eine Sprecherin erklärte auf Anfrage der „New York Times“: „Unsere Unterlagen zeigen, dass alle Rechnungen im Zusammenhang mit der ›Glad av Gillberga‹ vollständig bezahlt wurden, einschließlich Reparaturen.“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass das Studio und die Produktion den Verband kontaktiert hätten, um „etwaige Missverständnisse auszuräumen“. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Unterlagen nicht vollständig aussagekräftig sind.

Bedeutung des Streits

Im Vergleich zum Einspielergebnis von „Die Odyssee“, das allein am ersten Wochenende mehr als 260 Millionen Dollar betrug, ist die Summe von 6000 Dollar verschwindend gering. Dennoch zeigt der Fall, wie selbst kleine finanzielle Differenzen bei großen Filmproduktionen zu öffentlichen Auseinandersetzungen führen können. Der Streit bleibt vorerst ungelöst, während beide Seiten auf ihren Positionen beharren.

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