Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen tödlichen Angriff auf mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik veranlasst. Drei Menschen seien bei dem Angriff auf das Boot getötet worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Southcom mit. Es handelt sich um den zweiten derartigen Vorfall innerhalb von 48 Stunden.
Hintergrund des Angriffs
Geheimdienstinformationen hätten den Verdacht versuchten Drogenschmuggels bestätigt. Das Boot sei von einer terroristischen Organisation betrieben worden. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Das US-Militär greift auf Anweisung der Regierung von US-Präsident Donald Trump immer wieder Boote in der Karibik und im Pazifik an, um internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden.
Kritik an den Einsätzen
Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Erst vor zwei Tagen hatte Southcom einen Angriff auf ein weiteres Boot im Ostpazifik gemeldet, bei dem ein Mensch getötet wurde. Die genauen Umstände der Einsätze bleiben oft unklar, da unabhängige Überprüfungen fehlen.
Die USA verteidigen die Maßnahmen als notwendig zur Bekämpfung des Drogenhandels. Menschenrechtsorganisationen fordern jedoch mehr Transparenz und die Einhaltung internationaler Rechtsstandards.



