Varta beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Der schwäbische Batteriehersteller Varta hat nach Angaben aus Finanzkreisen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Dies berichtet die dpa unter Berufung auf informierte Kreise. Das Unternehmen mit Sitz in Ellwangen hatte zuvor in dieser Woche mitgeteilt, dass eine Zerschlagung drohe, weil wichtige Geldgeber das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen wollten.
Hintergrund der Insolvenz
Varta geriet in finanzielle Schieflage, nachdem einige Kreditgeber auf einer Trennung des Haushaltsbatterien-Geschäfts bestanden hatten. Diese Forderung hätte zu einer Zerschlagung des traditionsreichen Unternehmens führen können. Die Insolvenz in Eigenverwaltung soll nun eine geordnete Restrukturierung ermöglichen. Dabei bleibt die Geschäftsführung weiterhin im Amt, wird jedoch von einem Sachwalter überwacht.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Standorte
Wie viele Arbeitsplätze von der Insolvenz betroffen sind, ist noch unklar. Varta beschäftigt weltweit mehrere tausend Mitarbeiter, ein Großteil davon in Deutschland. Das Unternehmen ist vor allem für seine wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien und Haushaltsbatterien bekannt. Die Produktion an den Standorten in Ellwangen und anderen deutschen Werken läuft zunächst weiter, wie es hieß.
Reaktionen aus der Wirtschaft
Branchenexperten sehen die Insolvenz als Folge eines harten Wettbewerbs und gestiegener Rohstoffpreise. „Varta steht vor großen Herausforderungen, die eine Neuausrichtung erfordern“, sagte ein Analyst. Die Insolvenz in Eigenverwaltung biete dem Unternehmen die Chance, sich von unrentablen Geschäftsteilen zu trennen und wieder profitabel zu werden.



