Vendée Globe-Sieger Charlie Dalin mit 42 Jahren an Krebs gestorben
Vendée Globe-Sieger Charlie Dalin mit 42 Jahren gestorben

Der französische Segelstar Charlie Dalin ist tot. Der Sieger der vergangenen Vendée Globe starb im Alter von 42 Jahren an Krebs. Das teilte Dalins Familie der Nachrichtenagentur AFP mit. Auch die Organisatoren des prestigeträchtigen Solo-Segelrennens bestätigten Dalins Tod.

Familie bestätigt Tod des Segelstars

„Mit tiefer Trauer geben meine Familie und ich den Tod meines Mannes Charlie Dalin bekannt, der nach langer Krankheit verstorben ist“, schrieb seine Frau Perrine Le Pape in einer Mitteilung. In den kommenden Tagen werde ihm die letzte Ehre erwiesen. Sie bat darum, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren.

Würdigungen aus Politik und Sport

Der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Dalin als „außergewöhnlichen Seemann, ein seltenes Beispiel für Mut und einen Leuchtturm auf offener See“. Der Präsident der Vendée Globe, Alain Leboeuf, sagte: „Durch sein Talent und seinen Kampfgeist, sowohl auf dem Meer als auch angesichts der Tortur, die er durchstehen musste, hinterlässt Charlie einen unauslöschlichen Eindruck in der Geschichte der Vendée Globe.“

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Yoann Richomme, Dalins engster Konkurrent während des Rennens im vergangenen Jahr, veröffentlichte ebenfalls bewegende Worte. „Was für einen bemerkenswerten Kampf du gegen diese grausame Krankheit geführt hast! Ich bin zutiefst beeindruckt von deiner Ausdauer und deinem Optimismus bis zu deinen letzten Tagen“, schrieb er in den sozialen Medien.

Kampf gegen den Krebs

Im Herbst war bekannt geworden, dass Dalin seinen Triumph bei der Vendée Globe 2025 unter dramatischen Umständen errungen hatte. Er teilte mit, dass er schon während der Weltumsegelung an einer seltenen Krebsform litt. Bereits im Herbst 2023 sei ein gastrointestinaler Stromatumor, ein Tumor am Dünndarm, der normalerweise erst bei Menschen über 60 Jahren auftritt, festgestellt worden.

„Wenn die Ärzte Zweifel gehabt hätten, wäre ich nicht gefahren. Ich hätte kein Risiko meiner Frau gegenüber und meinem Sohn in Kauf genommen. Segeln ist mein Beruf. Sie waren froh, dass ich wieder hinaus aufs Meer gefahren bin“, sagte Dalin damals.

Historischer Sieg trotz Krankheit

In neuer Rekordzeit hatte der damals 40-Jährige solo die Welt umsegelt – und vier Jahre nach einer bitteren Enttäuschung seinen Traum wahr gemacht. Dalin war schon 2021 als Erster ins Ziel gekommen. Damals aber wurde er noch von Yannick Bestaven überflügelt, der sich mit einer Zeitgutschrift für eine Rettungsmission an Dalin vorbeischob. 2025 meisterte er den „Mount Everest des Segelns“ in 64 Tagen, 19 Stunden und 22 Minuten.

Wenige Wochen nach seiner Rückkehr wurde er operiert, nachdem der Tumor gewachsen war. „Der Operationstermin wäre in etwa derselbe gewesen, auch wenn ich nicht gefahren wäre“, erklärte Dalin, der es „oft geschafft hat, die Krankheit zu vergessen“, während er um die Welt segelte.

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