Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Sozialverbandes VdK zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Deutschen strengere Regeln für die Nutzung von E-Scootern befürwortet. Demnach wünschen sich 57 Prozent der Befragten zusätzliche Regulierungen für die elektrischen Flitzer. Sogar ein komplettes Verbot fordern 18 Prozent der Teilnehmer, wie der VdK mitteilte.
Mehrheit für strengere Regulierung
Etwa ein Drittel der Befragten (36 Prozent) sprach sich für eine „etwas stärkere“ Regulierung aus, beispielsweise für feste Parkzonen für E-Scooter. Weitere 21 Prozent wünschen sich eine „deutlich stärkere“ Regulierung. An der Umfrage nahmen 2.234 Personen über 18 Jahren im Zeitraum vom 23. bis 26. Januar 2026 teil.
Handlungsauftrag für die Politik
Der Sozialverband VdK sieht in den Ergebnissen einen klaren Handlungsauftrag für die Politik. „Uns schreiben immer wieder Mitglieder, insbesondere blinde Menschen, die über Roller gestürzt sind und dann nicht einmal Schmerzensgeld erhalten“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Aber wer mit dem öffentlichen Raum Geld verdienen möchte, wie es die Anbieter von Leih-E-Scootern tun, hat auch eine Sorgfaltspflicht.“
Gesetzentwurf im Bundestag
Der Bundestag berät am Donnerstag in erster Lesung einen Gesetzentwurf, der Vermieter und Fahrer stärker in die Pflicht nehmen soll. Der Sozialverband begrüßt die geplanten Änderungen an den Haftungsregeln ausdrücklich. Aktuell können Unfallopfer und Geschädigte oft keinen Anspruch auf Schadenersatz geltend machen, da sie ein Verschulden des Fahrers nachweisen müssten. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung klare Maßnahmen erwartet, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und Ungerechtigkeiten bei der Haftung zu beseitigen.



