Der ADAC hat eine Liste mit empfohlener Auto-Ausstattung für Urlaubsfahrten veröffentlicht, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Gegenstände hinausgeht. Während der Sommerferien sollten Autofahrer vor der Abfahrt prüfen, ob Verbandskasten, Warndreieck, Warnwesten und Fahrzeugpapiere vollständig und griffbereit sind. Dies spart nicht nur Ärger und mögliche Bußgelder, sondern erhöht auch die Sicherheit auf langen Strecken.
Gesetzlich vorgeschriebene Ausstattung
In Deutschland ist ein Verbandskasten im Auto Pflicht. Der ADAC weist darauf hin, dass Verbandskästen ein Verfallsdatum haben, da sonst die Sterilität der Verbände oder die Klebekraft der Pflaster nicht mehr garantiert ist. Seit Neuestem sind zwei medizinische Gesichtsmasken Pflicht. Ein gesetzeskonformer Verbandskasten nach DIN 13164, wie der Petex-Verbandskasten, ist oft schon für zehn bis elf Euro erhältlich. Fehlt der Verbandskasten oder ist er abgelaufen, droht ein Verwarnungsgeld.
Die Warnweste ist ebenfalls Pflicht. Vorgeschrieben ist nur eine, doch der ADAC empfiehlt, mehrere dabeizuhaben, um alle Insassen ausstatten zu können. In vielen europäischen Ländern ist dies sogar Pflicht. Wer keine Warnweste dabei hat, muss mit 15 Euro Verwarnungsgeld rechnen. Das Warndreieck muss nach der Straßenverkehrsordnung mitgeführt werden und den Anforderungen nach ECE R27 entsprechen. Es muss rückstrahlend, tragbar, standsicher und auf ausreichende Entfernung erkennbar sein. Fehlt es, werden ebenfalls 15 Euro fällig.
Fahrzeugpapiere und Führerschein
Führerschein und Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) müssen immer im Original mitgeführt werden. Die Fahrzeugpapiere können alternativ digital in der i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamtes vorgelegt werden – aktuell nur in Deutschland. Fehlen die Dokumente, droht ein Verwarnungsgeld von zehn Euro. Für alle, die nicht jedes Teil einzeln kaufen möchten, empfiehlt der ADAC ein Kombi-Set wie das Purahelp KFZ Erste-Hilfe-Set, das Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste in einer Tasche vereint.
Sinnvolle, aber nicht vorgeschriebene Gegenstände
Ein Ersatzreifen ist nicht Pflicht, kann aber bei einer Reifenpanne nützlich sein. Allerdings machen kaputte Reifen laut ADAC weniger als zehn Prozent aller Pannen aus. Wer ein Ersatzrad mitführt, benötigt auch passendes Werkzeug wie einen Wagenheber und ein Radkreuz. Alternativ kann Reifendichtspray und ein tragbarer Luftkompressor helfen. Nach der Reparatur sollte dennoch schnell eine Werkstatt aufgesucht werden.
Eine Parkscheibe ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in bestimmten Zonen Pflicht. Elektronische Varianten, die sich automatisch einstellen, sind erhältlich. Starthilfekabel sind sinnvoll, um eine leere Batterie zu überbrücken. Moderne Sets mit Powerbank ermöglichen Starthilfe ohne fremdes Auto. Blitzer- und Gefahrenwarner wie der Ooono Co-Driver No1 warnen vor Unfällen und anderen Risiken, die Blitzerwarnfunktion muss in Deutschland jedoch deaktiviert sein.
Zusätzliche Sicherheit durch Kfz-Schutzbrief
Ein Kfz-Schutzbrief bietet zusätzliche Sicherheit, indem er Kosten für Reparatur, Abschleppen oder Hotelunterbringung übernimmt. Die American Express Gold Card enthält automatisch einen europaweit geltenden Schutzbrief, der jedoch nur bei Pannen ab 50 Kilometer vom Wohnort greift. Weitere hilfreiche Gegenstände sind Motoröl, Powerbank, Taschenlampe, Decke, Abschleppseil, Eiskratzer und Wasser. Ein kurzer Check vor der Abreise sorgt für entspannte Urlaubsfahrten.



