Bauernverband fordert längeren Tankrabatt bis November
Bauernverband fordert Tankrabatt-Verlängerung

Der Deutsche Bauernverband fordert eine Verlängerung des Tankrabatts zur Entlastung von höheren Diesel-Preisen über die Erntezeit bis in den Herbst. Präsident Joachim Rukwied sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Steuerreduzierung für Diesel von 17 Cent pro Liter muss bis mindestens Ende November fortgeführt werden. Und zwar nicht nur für die Landwirtschaft, sondern grundsätzlich für alle.“ Beispielsweise auch das Transportgewerbe leide unter hohen Kraftstoffpreisen.

Hoher Energieverbrauch in der Landwirtschaft

Rukwied betonte: „Wir haben jetzt die Monate mit dem höchsten Energieverbrauch vor uns. Die Erntesaison geht im Juli los und zieht sich bis Mitte November hin – erst mit Getreide und Raps, später Kartoffeln, Silomais, Rüben und Gemüse.“ Dann stünden die Bodenbearbeitung nach der Ernte und die Herbstaussaat an. „Das ist alles energieintensiv, da schauen wir Landwirte mit großen Sorgen auf die Preise.“

Kostenexplosion durch gestiegene Dieselpreise

Der Bauernpräsident erläuterte: „Ein großer Mähdrescher benötigt ungefähr 1000 Liter Diesel pro Tag. Wenn der Liter jetzt 50 Cent teurer ist als vor einem Jahr, dann sind das 500 Euro Kosten mehr am Tag. Das ist immens. Da brauchen wir eine weitere Erleichterung, was die Steuern anbelangt.“ Der befristete Tankrabatt gilt seit Anfang Mai für Diesel und für Superbenzin und soll stark gestiegene Preise infolge des Irankriegs ausgleichen. Nach dem Willen der schwarz-roten Koalitionsfraktionen soll die Steuererleichterung nun aber nicht über das geplante Auslaufen Ende Juni hinaus fortgesetzt werden.

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Sinkende Spritpreise im Nahen Osten

Das scheint aktuell allerdings auch nicht nötig. Denn seit der Entspannung im Nahen Osten sinken die Spritpreise zügig und kommen dem Niveau vor Kriegsbeginn immer näher. Diesel kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt nur noch 3 Cent pro Liter mehr als am 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Super E10 war 6,2 Cent teurer. Und erste Daten vom Donnerstagmorgen deuten auf ein weiteres Sinken der Preise hin. Vor allem der Dieselpreis kennt zurzeit nur eine Richtung: Ein Liter kostete dem Verkehrsclub zufolge am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,776 Euro und damit 2,1 Cent weniger als am Vortag. Es war bereits der neunte Rückgang in Folge. Auf Wochensicht ist Diesel damit 7,6 Cent billiger.

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