Ein Brief mit dem Logo des Bundesfinanzministeriums im Briefkasten kann schnell für Unruhe sorgen. Besonders dann, wenn darin mehrere Hundert Euro gefordert werden. Doch genau davor warnt das Ministerium aktuell: Hinter solchen Schreiben stecken Betrüger. Wer eine Zahlung leisten soll, um eine angebliche Kontosperrung aufzuheben, sollte auf keinen Fall überweisen.
Betrüger fordern 550 Euro
Die Täter verschicken ein Schreiben mit dem Titel „Formal Notice of Final Statutory Tax Clearance Requirement and Reinstatement Assurance“. Der Brief wirkt offiziell, ist in einem seriösen Stil verfasst und trägt sogar das Logo des Finanzministeriums. Nach Angaben des BMF handelt es sich dabei jedoch um eine Fälschung. Ziel der Kriminellen ist es, Empfänger zur Zahlung von 550 Euro zu bewegen. Angeblich soll damit eine Sperrung des Bankkontos aufgehoben werden.
Weitere Fake-Nachrichten im Umlauf
Das Ministerium weist außerdem auf weitere Betrugsversuche hin. So kursieren Werbeanzeigen und Nachrichten, in denen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil angeblich Anlagemöglichkeiten empfiehlt. Auch Schreiben rund um Trading-Geschäfte, die Zahlungen zugunsten der Bundeskasse verlangen, sind gefälscht. Gleiches gilt laut BMF für E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern, die vermeintliche Verspätungszuschläge, Bearbeitungsgebühren oder Kostenbescheide enthalten.
So sollten Betroffene reagieren
Wer ein solches Schreiben erhält, sollte weder Geld überweisen noch persönliche Daten oder Bankinformationen weitergeben. Wer Zweifel hat, sollte laut BMF über die offiziellen Kontaktwege des Ministeriums nachfragen. Wurden bereits Daten übermittelt, sollte umgehend die eigene Bank informiert werden.
Laut Polizei verlangen Behörden sowie Institutionen wie IWF, Europäische Zentralbank oder AMLA grundsätzlich keine Gebühren von Bürgern. Außerdem versenden Finanzämter keine unaufgeforderten SMS, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails. Offizielle Schreiben werden in der Regel per Post zugestellt.
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