Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ für das Jahr 2026 vergeben. Ausgezeichnet wurde das Nahrungsergänzungsmittel LaVita. Der Preis wird jährlich für die „dreisteste Werbelüge“ verliehen.
LaVita im Visier der Kritik
LaVita, ein flüssiges Nahrungsergänzungsmittel, verspricht in seiner Werbung einen „gesunden Start in den Tag“ und eine „Rundum-Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen“. Foodwatch kritisiert, dass diese Versprechen übertrieben seien und Verbraucher in die Irre führen würden. Die Organisation bemängelt zudem, dass LaVita überteuert sei und die beworbenen gesundheitlichen Effekte wissenschaftlich nicht haltbar wären.
Stimmen zur Entscheidung
„LaVita ist ein Paradebeispiel für eine Werbelüge, bei der mit der Gesundheit der Menschen gespielt wird“, sagte ein Sprecher von Foodwatch. „Die Hersteller nutzen die Sehnsucht der Verbraucher nach einfachen Lösungen für komplexe Gesundheitsfragen aus.“ Laut Foodwatch hat LaVita in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro Umsatz erzielt, vor allem durch aggressive Marketingkampagnen.
Reaktionen des Herstellers
Der Hersteller von LaVita wies die Vorwürfe zurück. In einer Stellungnahme hieß es: „Unsere Produkte werden nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt und die Inhaltsstoffe sind wissenschaftlich fundiert. Wir bedauern die Entscheidung von Foodwatch und werden weiterhin transparent über unsere Produkte informieren.“
Bedeutung des Goldenen Windbeutels
Der Goldene Windbeutel wird seit 2009 von Foodwatch verliehen. Verbraucher können online über die „dreisteste Werbelüge“ abstimmen. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Produkte wie „Actimel“ (2016) und „Volvic“ (2021) ausgezeichnet. Ziel des Preises ist es, auf irreführende Werbung aufmerksam zu machen und Verbraucher zu schützen.



