Frankreich verhängt Millionenstrafe gegen Shein – nächste Sanktion
Frankreich: Millionenstrafe gegen Shein verhängt

Frankreich hat erneut eine Millionenstrafe gegen den chinesischen Online-Modehändler Shein verhängt. Die französische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (DGCCRF) wirft dem Unternehmen vor, gegen geltende Verbraucherschutzbestimmungen verstoßen zu haben. Es ist bereits die zweite hohe Geldbuße innerhalb weniger Monate.

Vorwurf: Irreführende Geschäftspraktiken

Nach Angaben der Behörde habe Shein unter anderem unzureichende Informationen über die Verfügbarkeit von Produkten gegeben und Kunden mit falschen Angaben zu Rabatten gelockt. Zudem seien die Rückgabebedingungen intransparent gewesen. Die Strafe beläuft sich auf mehrere Millionen Euro, genaue Zahlen wurden zunächst nicht genannt.

Shein weist Vorwürfe zurück

Das Unternehmen kündigte umgehend an, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einzuleiten. Man halte die Vorwürfe für unbegründet und werde sich vor Gericht verteidigen. Shein betonte, stets im Einklang mit den französischen und europäischen Gesetzen zu handeln.

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Die französischen Behörden verschärfen zunehmend die Kontrollen im Bereich Fast Fashion. Erst im April 2024 wurde Shein zu einer Strafe von rund 10 Millionen Euro verurteilt, weil es angeblich nicht ausreichend über die Zusammensetzung seiner Kleidungsstücke informiert hatte.

Hintergrund: Kampf gegen Fast Fashion

Frankreich gilt als Vorreiter im Kampf gegen die Wegwerfmode. Die Regierung hat bereits mehrere Gesetze erlassen, die Transparenz und Nachhaltigkeit in der Modeindustrie fördern sollen. Shein steht dabei besonders im Fokus, da das Unternehmen für sein extrem schnelles und günstiges Geschäftsmodell bekannt ist.

Experten sehen in den Strafen ein Signal an die gesamte Branche. „Frankreich macht ernst und zeigt, dass Verstöße gegen Verbraucherschutzregeln teuer werden können“, sagte ein Handelsexperte der Deutschen Presse-Agentur.

Auswirkungen auf den Markt

Die erneute Strafe könnte Shein weiter unter Druck setzen. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren massiv expandiert, sieht sich aber zunehmend mit regulatorischen Hürden konfrontiert. Ob die Strafen langfristig zu einer Änderung der Geschäftspraktiken führen, bleibt abzuwarten.

Verbraucherschützer begrüßen die Maßnahmen. Sie fordern jedoch strengere EU-weite Regeln, um unlautere Praktiken im Online-Handel zu unterbinden. Shein selbst verweist auf seine Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit und Transparenz, etwa durch die Einführung von Umweltlabels.

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