Wer morgens schnell ein paar Sachen fürs Frühstück einkauft, kann an der Kasse leicht eine Überraschung erleben: Ein Brot, eine Packung Eier, griechischer Joghurt, Erdnussbutter und ein Orangensaft – schon sind 20 Euro fällig. Die britische Ernährungsberaterin Priya Tew erklärte gegenüber „The Daily Telegraph“, bei welchen Lebensmitteln es sich lohnt zu sparen und wo man lieber etwas mehr zahlen sollte.
Entscheidend sind Ballaststoffe, Zucker und Salz
Laut Tew kommt es vor allem auf den Gehalt an Ballaststoffen, Zucker und Salz an – nicht auf Schlagworte wie „natürlich“, „Premium“ oder „handgemacht“. Oft gibt es zwischen einer günstigen Eigenmarke und einem teuren Markenprodukt kaum Unterschiede bei den Nährwerten.
Erdnussbutter: Natürlich lohnt sich
Eine hochwertige Erdnussbutter besteht idealerweise ausschließlich aus Erdnüssen. Sie enthält mehr einfach ungesättigte Fettsäuren, die als günstig für die Herzgesundheit gelten. Viele preiswertere Varianten enthalten dagegen Zucker, Palmöl und eine Reihe von Zusatzstoffen, die Textur und Haltbarkeit künstlich verbessern. Der Nussanteil fällt entsprechend geringer aus.
Griechischer Joghurt: Auf die Zutaten achten
Nicht jeder „griechische Art“-Joghurt hält, was der Name verspricht. Einige günstige Produkte werden mit Milchpulver und Verdickungsmitteln gestreckt. Dadurch sinkt der Proteingehalt, während der Anteil an Kohlenhydraten steigt. Empfehlenswert ist naturbelassener, traditionell abgetropfter griechischer Joghurt oder eine Variante mit möglichst kurzer Zutatenliste.
Orangensaft: Konzentrat ist kein Makel
Viele Käufer halten Direktsaft für grundsätzlich gesünder als den oft billigeren Saft aus Konzentrat. Ernährungswissenschaftlich ist dieser Unterschied jedoch gering. Nach dem Rückverdünnen ähneln sich beide Produkte stark. Direktsaft kann zwar geringfügig mehr Aromastoffe und minimale Mengen hitzeempfindlicher Vitamine enthalten – die Unterschiede sind jedoch so klein, dass sie im Alltag kaum ins Gewicht fallen.
Eier: Die goldene Mitte
Eier gehören unabhängig von der Schalenfarbe zu den hochwertigsten Proteinquellen. Sie liefern alle neun essenziellen Aminosäuren sowie zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Experten empfehlen, weder zur billigsten noch zur teuersten Variante zu greifen. Produkte aus mittleren Preissegmenten stammen häufig aus Haltungsformen und Fütterungssystemen, die bessere Bedingungen bieten als die günstigsten Angebote – und trotzdem noch bezahlbar sind.
Lachs: Wildfang hat ernährungsphysiologische Vorteile
Beim Lachs spiegelt sich der höhere Preis von Wildfang häufig tatsächlich in der Qualität wider. Wildlachs ist in der Regel magerer als Zuchtlachs, enthält weniger Kalorien und gesättigte Fettsäuren sowie etwas mehr Eiweiß. Zudem gilt sein Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren als günstiger. Zuchtlachs liefert zwar ebenfalls wertvolle Omega-3-Fettsäuren, weist aufgrund seiner Haltung jedoch meist einen höheren Gesamtfettgehalt auf.



