Extremes Sparen als Lebensstil: Alex will mit 58 Millionär sein
Alex, ein 34-jähriger Münchner, verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Mit 58 Jahren möchte er Millionär sein. Sein monatliches Bruttogehalt beträgt 3400 Euro. Davon gibt er nur 1400 Euro für seinen Lebensunterhalt aus. Die restlichen 2000 Euro spart oder investiert er. Das Prinzip nennt sich Frugalismus – bewusster Verzicht auf Konsum, um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.
Worauf Alex verzichtet und wie er sein Geld anlegt
Alex lebt in einer kleinen Wohnung, fährt kein Auto und kocht selbst. Reisen, teure Hobbys oder Markenkleidung sind für ihn tabu. Sein Geld investiert er hauptsächlich in breit gestreute ETFs und Einzelaktien. „Ich setze auf langfristiges Wachstum und niedrige Kosten. Mein Depot ist auf Dividenden und Wertsteigerung ausgelegt“, erklärt Alex gegenüber der Funke Mediengruppe. Er meidet Sparbücher und Tagesgeld wegen der geringen Zinsen.
Die Rechnung: 2000 Euro monatlich für 24 Jahre
Wenn Alex monatlich 2000 Euro spart und eine durchschnittliche Rendite von 7 Prozent pro Jahr erzielt, könnte er nach 24 Jahren tatsächlich die Millionengrenze überschreiten. Allerdings sind Inflation und Steuern noch nicht eingerechnet. „Ich bin realistisch und weiß, dass es nicht einfach wird. Aber der Plan gibt mir eine klare Richtung“, sagt er. Kritiker weisen darauf hin, dass Frugalismus nicht für jeden geeignet ist – vor allem nicht für Menschen mit niedrigeren Einkommen oder Familien.
Frugalismus als Trend: Sparen bis zum Äußersten
In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten gewinnt der Frugalismus an Anhängern. Die Bewegung kommt ursprünglich aus den USA und propagiert einen minimalistischen Lebensstil. Alex‘ Strategie zeigt, dass Disziplin und ein klarer Plan helfen können, finanzielle Ziele zu erreichen. Ob er sein Ziel erreicht, hängt jedoch von vielen Faktoren ab – von der Börsenentwicklung bis zur eigenen Gesundheit.



