Wenn die Wohnung zum Backofen wird
An heißen Sommertagen kann das Leben in den eigenen vier Wänden unerträglich sein. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen wieder mit hohen Temperaturen, auch mit tropischen Nächten, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlt. Mieter haben beim Hitzeschutz weniger Optionen als Eigentümer. Welche Maßnahmen helfen – und was Sie dabei beachten sollten.
Grundlegende Tipps zur Hitzeabwehr
Die üblichen Ratschläge sind bekannt: Lüften Sie nur am späten Abend oder frühen Morgen, wenn die Temperaturen niedrig sind. Helle Vorhänge reflektieren das Sonnenlicht und reduzieren die Wärmeaufnahme. Doch bei längeren Hitzephasen reichen diese Tricks oft nicht aus.
Weitere Maßnahmen für Mieter
Mobile Klimageräte können helfen, benötigen jedoch einen Abluftschlauch zum Fenster – was oft eine Genehmigung des Vermieters erfordert. Auch Verdunkelungsrollos oder Hitzeschutzfolien lassen sich ohne Umbauten anbringen, sollten aber mit dem Vermieter abgestimmt werden. Wichtig: Elektrische Geräte wie Computer oder Fernseher heizen den Raum zusätzlich auf – schalten Sie sie aus, wenn sie nicht benötigt werden.
Rechtliche Aspekte
Mieter haben in der Regel keinen Anspruch auf bauliche Hitzeschutzmaßnahmen wie Außenjalousien oder Wärmedämmung. Allerdings kann bei extremer Hitze eine Mietminderung möglich sein, wenn die Wohnqualität erheblich beeinträchtigt ist. Vor größeren Änderungen sollten Mieter immer die Erlaubnis des Vermieters einholen, um Konflikte zu vermeiden.
Mit diesen Maßnahmen lässt sich die Hitzebelastung in der Wohnung reduzieren, auch ohne aufwendige Umbauten.



