In Brandenburg tritt das hochgiftige Jakobskreuzkraut derzeit massenhaft an Straßenrändern, auf Äckern und Wiesen auf. Die Pflanze mit den gelben Blüten wird 30 bis 100 Zentimeter hoch und blüht in diesen Wochen besonders stark. Für Landwirte ist sie ein gelber Albtraum, da sie Weidetieren, vor allem Pferden, schwer schaden kann.
Gefahr für Pferde und andere Weidetiere
Das Jakobskreuzkraut enthält Pyrrolizidinalkaloide, die bei Aufnahme durch Tiere zu Leberschäden führen können. Besonders gefährdet sind Pferde, da sie die Pflanze aufgrund ihres süßlichen Geschmacks nicht meiden. Auch Rinder und Schafe können betroffen sein, wenn die Pflanze in größeren Mengen gefressen wird. Die Symptome reichen von Appetitlosigkeit bis zu schweren Vergiftungen mit Todesfolge.
Ausbreitung begünstigt durch Trockenheit und milde Winter
Die Ausbreitung des Jakobskreuzkrauts wird durch die zunehmende Trockenheit und milde Winter begünstigt. Die Pflanze ist anspruchslos und breitet sich schnell auf brachliegenden Flächen aus. In Brandenburg sind besonders die Regionen um Berlin, die Niederlausitz und die Prignitz betroffen. Landwirte müssen ihre Weiden regelmäßig kontrollieren und die Pflanzen entfernen, was zeitaufwendig und teuer ist.
Bekämpfung schwierig und teuer
Die Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts ist schwierig, da es sich durch Samen verbreitet, die jahrelang im Boden keimfähig bleiben. Empfohlen wird das Ausstechen der Pflanzen vor der Blüte oder das Mähen der Flächen. Chemische Mittel sind oft nicht erlaubt, besonders auf ökologisch bewirtschafteten Flächen. Die Landwirte fordern daher mehr Unterstützung von den Behörden, um die Ausbreitung einzudämmen.



