Berlin. Es ist Erdbeerzeit – und trotzdem sind die Stände von „Karls Erdbeerhof“ häufig geschlossen. Hier erklärt der Firmenchef, woran das liegt.
Beliebte Sommerfrucht: Stände von Karls Erdbeerhof oft zu
Erdbeeren sind im Frühsommer eine der beliebtesten Obstsorten. Über drei Kilo vertilgt jeder Deutsche pro Jahr. Und obwohl gerade Hochsaison ist: Wer in diesen Tagen an einem der vielen Verkaufsstände von „Karls Erdbeerhof“ vorbeikommt, wird mitunter enttäuscht. Denn immer wieder passiert es, dass die knallroten Buden verschlossen sind.
Das verärgert nicht nur potenzielle Kunden, die statt frischer Erdbeeren oder Erdbeermarmelade Enttäuschung mit nach Hause nehmen. Auch Robert Dahl, Gründer von „Karls Erlebnis-Dorf“, ist nicht begeistert. „Wir würden natürlich gerne immer bis spät abends verkaufen, aber wir haben teilweise einfach keine Erdbeeren mehr“, so der Unternehmer im Gespräch mit der Morgenpost.
Erdbeeren ausverkauft? Wer zu spät kommt, geht leer aus
Das sei vor allem im Mai jedes Jahr aufs Neue ein Problem, denn in der „frühen Erntephase“ sei die Nachfrage größer als das Angebot, erklärt Dahl. Der Grund: Von den frühen Sorten würden weniger angepflanzt. Das führt dazu, dass die Verkaufsstände teilweise schon vor dem Abend ausverkauft sind. Aber auch später in der Saison gilt: Sind alle Erdbeeren weg, wird der Stand geschlossen.
„Das ist aus vielerlei Sicht ärgerlich: Gerade die Kunden, die nach Feierabend noch Erdbeeren kaufen wollen, gehen dann leer aus.“ Für das Unternehmen bringt die knappe Ernte weniger Umsatz. Und auch für die Verkäuferinnen und Verkäufer in den Ständen sei es keine schöne Situation: Denn viele arbeiten auf Stundenbasis und kommen so auf weniger Gehalt.
„Wir wollen eigentlich, dass jeder Stand eine Kiste zu viel hat, sodass wir immer bis abends geöffnet bleiben können“, so Dahl. Doch aktuell ist die Lage schon besser als noch vor einigen Wochen. Denn etwa seit dem 10. Juni ist für die Erdbeerpflücker von „Karls Erdbeerhof“ Haupterntesaison.
Und damit alle Fans der Sommerfrucht im kommenden Jahr bereits im Mai die Erdbeeren ohne Einschränkungen genießen können, plant Dahl, 30 Hektar mehr von den frühen Sorten anzupflanzen.



