Nach einem schweren Sturm sollten Bewohner ein stark beschädigtes Haus erst nach Freigabe durch Fachleute betreten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät dringend davon ab, sich selbst in Gefahr zu bringen. Auch von losen Ästen oder umgeknickten Bäumen sollte man sich fernhalten, da sie jederzeit herunterfallen oder umstürzen können.
Äußere Prüfung von Dach und Fassade
Ist die unmittelbare Gefahr gebannt, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB) eine gründliche Überprüfung des Hauses von außen – insbesondere von Dach und Fassade. Bereits kleine undichte Stellen können dazu führen, dass Feuchtigkeit eindringt und gesundheitsgefährdender Schimmel entsteht. Hausbesitzer sollten daher genau hinschauen.
Zudem haben Eigentümer eine Verkehrssicherungspflicht: Lose Schindeln oder andere Teile dürfen nicht auf Passanten fallen können. Im Schadensfall müssen sie vor Gericht nachweisen können, dass sie das Gebäude regelmäßig kontrolliert und instand gehalten haben. Die Kontrolle sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Unsichtbare Schäden durch Wind und Regen
Nicht alle Schäden sind sofort erkennbar. Starker Wind in Kombination mit Regen kann Wasser in die Dachkonstruktion treiben – entgegen der Schwerkraft nach oben und unter die Ziegeldecke, so der VPB. Daher sollten Hausbesitzer auch das Innere des Gebäudes im Blick behalten.
Treten einige Zeit nach dem Sturm Flecken an der Dachschräge auf, sind dies Anzeichen für Feuchtigkeit. Solche Wassereinbrüche müssen sofort untersucht und repariert werden, da sie den Dachaufbau schädigen können. „Nasser Dämmstoff isoliert nicht mehr, sondern wird sogar zum Wärmeleiter, an feuchten Stellen geht Energie verloren“, erklärt der VPB.
Gesundheitsrisiken durch Schimmel
Bleibt Holz länger nass, kann es faulen und zum Nährboden für Pilze werden. „Schimmel kann in die Raumluft gelangen und unter Umständen die Gesundheit der Bewohner gefährden“, warnt der Verband. Feuchte Stellen sollten daher schnellstmöglich repariert werden, um Folgeschäden und Gesundheitsrisiken zu vermeiden.



