Viele Deutsche beschenken sich selbst – und geben dafür im Schnitt 2000 Euro pro Jahr aus. Das zeigt eine aktuelle Sommerumfrage der FOM-Hochschule für Ökonomie und Management. Doch hinter Mode, Reisen und Genuss steckt mehr: Immer öfter kaufen Menschen nicht Dinge, sondern Erinnerungen.
Generation Y gibt am meisten aus
Die Umfrage unter rund 1600 Befragten ab 18 Jahren ergab, dass die Ausgaben für Selbstgeschenke je nach Altersgruppe variieren. Die Generation Y (29 bis 44 Jahre) gibt durchschnittlich 2400 Euro aus, gefolgt von der Generation X (45 bis 60 Jahre) mit 1998 Euro, den Babyboomern (61 bis 79 Jahre) mit 1862 Euro und der Generation Z (18 bis 28 Jahre) mit 1734 Euro. Männer liegen mit 2282 Euro deutlich vor Frauen mit 1735 Euro.
Selbstgeschenke als emotionales Investment
Studienleiter Oliver Gansser betont: „Unsere Studie zeigt: Menschen kaufen sich nicht nur etwas, um sich zu belohnen – sie kaufen sich Erinnerungen.“ Überraschend sei der hohe Stellenwert von Erinnerungen an besondere Ereignisse: 43 Prozent der Befragten stimmten Aussagen zu wie „Wenn ich mir selbst ein Geschenk kaufe, wird ein besonderer Anlass noch unvergesslicher“ oder „Ich werde mir Dinge kaufen, die mir als Andenken an Ereignisse in meinem Leben dienen.“
Kleidung, Reisen und Genuss dominieren
Am häufigsten greifen die Befragten bei Ich-Geschenken zu Kleidung, Schuhen oder Accessoires (47 Prozent). Reisen und Freizeitaktivitäten wie Konzerte folgen mit 40 Prozent, Essen, Getränke und Feinkost mit 37 Prozent. Ebenfalls beliebt sind Kosmetika und Parfums (31 Prozent) sowie elektronische Geräte (25 Prozent). Die Umfrage ist nach Ganssers Angaben bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht zusammengesetzt.



