Soforthilfe bei Hitze: 4 Körperstellen, die Sie jetzt kühlen sollten
Soforthilfe bei Hitze: 4 Körperstellen kühlen

Bei sommerlichen Temperaturen kann das körpereigene Kühlsystem schnell an seine Grenzen stoßen. Die Folge sind Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme, die sich durch Kopfschmerzen, Erschöpfung und Schwindel bemerkbar machen. Besonders gefährdet sind Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Personen – für sie kann Hitzestress sogar lebensbedrohlich werden.

Was macht unser Körper bei Hitze?

Unser Wohlfühlbereich liegt bei einer Körpertemperatur von etwa 37 Grad Celsius. Bei Außentemperaturen zwischen 20 und 27 Grad verbrauchen wir am wenigsten Energie, um diese Temperatur zu halten. Steigt das Thermometer jedoch höher, muss der Körper Schwerstarbeit leisten, damit Organe, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System weiter funktionieren.

Die Blutgefäße weiten sich, um mehr Wärme abzugeben. Gleichzeitig pumpt der Körper Wasser aus dem Blut, das über die Schweißdrüsen abgegeben wird. Der Schweiß verdunstet auf der Haut und kühlt den Körper herunter. Doch Vorsicht: Durch die Gefäßerweiterung sinkt der Blutdruck. Das Herz muss schneller pumpen, sonst wird das Gehirn mit zu wenig Sauerstoff versorgt – ein Hitzekollaps droht.

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Was hilft gegen Hitze-Beschwerden?

Kopfschmerzen und Schwindel

Trinken Sie zwei bis drei Liter am Tag. Verwenden Sie geruchsneutrale Deos und verzichten Sie auf Parfum. Vermeiden Sie starke Temperaturwechsel.

Muskelkrämpfe

Gleichen Sie Elektrolytmangel durch gewürztes Essen aus, zum Beispiel durch Suppe.

Schlafstörungen

Lassen Sie tagsüber die Rollos unten und tauschen Sie die Bettdecke gegen eine leichte Decke aus. Nehmen Sie Kühl-Akkus oder eine Wärmflasche mit Eiswasser mit ins Bett. Legen Sie den Schlafanzug für zwei Stunden in den Kühlschrank.

Geschwollene Hände und Füße

Schließen und öffnen Sie die Hände, legen Sie die Füße hoch und kreisen Sie sie. Kühlen Sie die betroffenen Stellen mit Wasser.

Die vier effektivsten Körperstellen zum Kühlen

Bei 40 Grad hilft auch Schwitzen nicht mehr. Sie können Ihren Körper jedoch unterstützen, indem Sie gezielt bestimmte Körperstellen kühlen. Dort ist die Haut besonders dünn, sodass die darunter liegenden Blutgefäße schnell gekühlt werden und das kältere Blut in den Kreislauf gelangt. Martin Holzhause von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft erklärt: „Kühlen mit Wasser ist allgemein sehr effektiv, weil über die Verdunstung Wärme abgegeben werden kann.“ Daher ist es auch sinnvoll, sich nach dem Duschen nicht komplett abzutrocknen. Holzhause empfiehlt, ein nasses Tuch oder einen Kühl-Akku auf folgende vier Stellen zu legen:

  • Handgelenke: Die Haut ist hier sehr dünn, daher ist die Kühlung besonders effektiv.
  • Beine und Füße: Der Kühleffekt zieht die bei Hitze belasteten Beinvenen zusammen. Ein Fußbad sorgt für einen langanhaltenden Effekt.
  • Stirn: Hier befinden sich viele Schweißdrüsen. Ein kühler Kopf wirkt sich direkt auf den gesamten Körper aus.
  • Nacken: Die Kälte zieht von hier bis in den Schädel. Das Gehirn reagiert empfindlich auf Hitze. Die Kühlung des Kopfes ist wichtig, um einen Hitzschlag zu vermeiden. Alternativ können Sie kühles Wasser über Kopf und Nacken laufen lassen.

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