Die Spritpreise in Ulm und im Landkreis Neu-Ulm zeigen am heutigen 30. April ein geteiltes Bild. Während die Preise an den Autobahntankstellen weiterhin auf einem hohen Niveau liegen, bleiben die Tankstellen im Umland vergleichsweise günstig. Autofahrer, die die Preise vergleichen, können bis zu 12 Cent pro Liter sparen. Bei einem 60-Liter-Tank macht das eine Ersparnis von bis zu 7,20 Euro pro Tankfüllung.
Aktuelle Spritpreise im Detail
Die aktuellen Preise für Super E5, Super E10 und Diesel in der Region bewegen sich unterhalb der bundesweiten Durchschnittswerte. Wie ein Preisvergleich zeigt, sind die günstigsten Tankstellen im Kreis Neu-Ulm zu finden, während in der Innenstadt von Ulm die Preise etwas höher liegen. An der Zapfsäule werden für Super E10 derzeit rund 1,82 Euro pro Liter verlangt, Diesel kostet etwa 1,66 Euro. Ein Liter E5 liegt bei 1,89 Euro, Super Plus bei 1,94 Euro. Je nach Tageszeit und Tankstelle sind Abweichungen von mehreren Cent möglich.
Diese Faktoren treiben den Preis
Der Benzinpreis setzt sich aus dem Rohölpreis, den Kosten für die Raffinerie und dem Transport zusammen. Dazu kommen die Energiesteuer, die Erdölbevorratungsabgabe und die Mehrwertsteuer. Seit dem Jahr 2021 belastet zusätzlich die CO2-Abgabe den Preis. Bei einem Rohölpreis von rund 80 Dollar pro Barrel ist der Rohölanteil an einem Liter Benzin etwa 35 Cent. Den größten Brocken macht mit über 65 Cent pro Liter die Energiesteuer aus. Zusätzlich erhöht die Mehrwertsteuer den Endpreis um 19 Prozent. Die regionale Preisgestaltung wird darüber hinaus von der Konkurrenz der Tankstellen untereinander beeinflusst.
Der Tageszeitpunkt entscheidet
Wer tanken möchte, sollte die Uhrzeit beachten. Die Erfahrung zeigt, dass die Preise in den Morgenstunden am höchsten sind. Zwischen 18 und 20 Uhr sowie zwischen 22 und 24 Uhr geben die Tankstellen die Preise oft um einige Cent nach. Nachts zwischen 2 und 4 Uhr ist das Tanken am günstigsten, sofern eine Tankstelle geöffnet hat. Diese Taktik hilft, den Geldbeutel zu schonen – gerade für Pendler, die jeden Tag auf das Auto angewiesen sind. Auch der Wochentag spielt eine Rolle: Vor Feiertagen und am Wochenende ziehen die Preise häufig an.
Tankstellen in der Region im Vergleich
Eine Untersuchung der örtlichen Tankstellen zeigt ein eindeutiges Ergebnis: Die Tankstellen der freien Ketten liegen im Preis deutlich vor den Markentankstellen. In Nersingen, Pfaffenhofen und Vöhringen sind die Spritpreise am niedrigsten, während die Tankstellen an der B10 und in der Ulmer Innenstadt eher mittlere Preise aufweisen. Die Autobahnraststätten an der A7 sind mit Abstand am teuersten. Ein Ausweichen auf das Umland kann sich also lohnen, wenn die Anfahrtswege nicht zu lang sind. Wer in Ulm wohnt, sollte die Fahrt zum Tankschloss einplanen, statt an der teuren Innenstadt-Tankstelle zu halten.
Mit den richtigen Apps Geld sparen
Der Gesetzgeber hat die Tankstellenbetreiber dazu verpflichtet, jede Preisänderung innerhalb weniger Minuten an die Markttransparenzstelle zu melden. Diese Daten werden von verschiedenen Apps und Websites ausgewertet und nutzerfreundlich aufbereitet. Der ADAC übernimmt diese Daten ebenso wie die Tanken-App des Bundeskartellamtes. Diese Dienste zeigen nicht nur den aktuellen Preis, sondern auch die Entfernung zur Tankstelle und die Öffnungszeiten. Somit lässt sich der Tankvorgang optimal planen. Ein Vergleich lohnt sich besonders beim Tanken nach Feierabend, wenn die Preise stark schwanken.
Tipps zum Spritsparen im Alltag
Neben der Wahl der richtigen Tankstelle können Autofahrer mit einem Bewusstseinswandel viel Geld sparen:
- Vorausschauend fahren und früh hochschalten
- Reifendruck regelmäßig prüfen, bereits 0,2 Bar zu wenig erhöht den Verbrauch um bis zu fünf Prozent
- Unnötige Dachgepäckträger abmontieren
- Motor im Stau ausschalten, anstatt im Leerlauf zu laufen
- Fahrten bündeln und Kurzstrecken vermeiden
Bereits ein um 10 Prozent reduzierter Verbrauch spart bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern und einem Verbrauch von 7 Litern mehr als 200 Euro pro Jahr, wenn man von einem Spritpreis von 1,80 Euro ausgeht. Auch der Verzicht auf unnötige Klimaanlagen-Nutzung senkt den Verbrauch spürbar.
Blick auf die Zukunft
Die Preise an den Zapfsäulen bleiben ein sensibles Thema. Nachdem die Preise im Sommer 2022 einen historischen Höchststand erreicht hatten, haben sie sich inzwischen wieder auf einem Niveau von 1,70 bis 1,90 Euro pro Liter eingependelt. Auch wenn die Spritpreise in den kommenden Wochen leicht schwanken werden, erwarten Experten keine erneuten Preissprünge – es sei denn, es kommt zu geopolitischen Verwerfungen. Die aktuelle Lage in Osteuropa und die Förderpolitik der OPEC-Staaten bleiben die wichtigsten Einflussfaktoren. Die Nachfrage aus China und den USA könnte den Weltmarktpreis ebenfalls beeinflussen.
Fazit: Die Preise immer im Blick behalten
Für Autofahrer in Ulm und im Landkreis Neu-Ulm gilt: Wer tankt, ohne die Preise zu vergleichen, zahlt unnötig drauf. Die Differenz zwischen der günstigsten und der teuersten Tankstelle beträgt in der Region aktuell bis zu 12 Cent pro Liter. Ein einmaliger Vergleich vor dem Tanken kann den Geldbeutel nachhaltig entlasten. Der günstigste Zeitpunkt ist in den Abendstunden, die günstigsten Tankstellen befinden sich im Umland. Diese Informationen helfen, die aktuellen Spritpreise in Ulm und Neu-Ulm tagtäglich optimal zu nutzen. Ein Liter Benzin kostet nicht überall gleich viel – das macht den Preisvergleich so wichtig.



