Die Nachfrage nach Tofu in Deutschland ist so stark gestiegen, dass es vielerorts zu Engpässen kommt. In Supermärkten und Discountern bleiben die Regale teilweise leer. Der Lebensmittelhändler Rewe nennt als Ursache die drastisch gestiegene Nachfrage sowie Lieferengpässe bei den Herstellern. Eine Normalisierung der Situation wird frühestens für Ende 2026 erwartet.
Absatzverdopplung in wenigen Jahren
Bei Rewe hat sich der Tofu-Absatz innerhalb von drei bis vier Jahren verdoppelt. Allein im Jahr 2025 lag der Absatz um 30 Prozent über dem des Vorjahres. Dieser Trend spiegelt das wachsende Interesse an pflanzlichen Proteinquellen wider, das durch gesundheitliche und ökologische Aspekte getrieben wird.
Gründe für die Knappheit
Die Produktion von Tofu kann nicht schnell genug an die steigende Nachfrage angepasst werden. Viele Hersteller arbeiten bereits an Kapazitätsgrenzen. Zudem haben einige Produzenten mit Rohstoffengpässen zu kämpfen, da importierte Sojabohnen aufgrund von Ernteausfällen und Logistikproblemen knapp sind. Rewe betont, dass man eng mit den Lieferanten zusammenarbeite, um die Versorgung zu verbessern.
Auswirkungen auf Verbraucher
Verbraucher müssen sich vorerst auf eingeschränkte Auswahl und gelegentliche Lieferlücken einstellen. Experten raten, bei Bedarf auf Alternativen wie Tempeh, Seitan oder Lupinenprodukte auszuweichen. Langfristig wird erwartet, dass die Tofu-Produktion ausgeweitet wird, um die Nachfrage zu decken.
Die Knappheit zeigt, wie schnell sich Ernährungsgewohnheiten ändern können und welche Herausforderungen dies für die Lebensmittelindustrie mit sich bringt. Rewe bleibt optimistisch, dass sich die Lage im Laufe des nächsten Jahres normalisieren wird.



