Von Milben bis Toxoplasmose: Katzenkrankheiten auf Menschen
Von Milben bis Toxoplasmose: Katzenkrankheiten

Katzen können in seltenen Fällen Krankheitserreger auf Menschen übertragen. Diese von Katzen übertragenen Krankheiten, auch feline Zoonosen genannt, verlaufen meist mild oder sind gut behandelbar. Trotzdem sollten Halter die wichtigsten Infektionen kennen – vor allem, um sich und besonders gefährdete Menschen zu schützen.

Ohrmilben: Lästig, aber behandelbar

Ohrmilben gehören zu den häufigsten Parasiten bei Katzen, berichtet PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Sie können auch den menschlichen Gehörgang befallen und dort starken Juckreiz, Schmerzen und Ausfluss verursachen. Behandelt werden Katze und Mensch mit speziellen Medikamenten gegen Milben, zuvor muss der Gehörgang gründlich gereinigt werden. Regelmäßige Tierarztbesuche und gute Hygiene helfen, das Risiko zu senken.

Bakterien durch Kratzer und Speichel

Die Bartonellose, besser bekannt als Katzenkratzkrankheit, wird meist durch Kratzer oder Bisse übertragen. Typisch sind schmerzhafte Hautstellen, geschwollene Lymphknoten und grippeähnliche Beschwerden. Gesunde Menschen erholen sich oft ohne spezielle Therapie, bei schweren Verläufen können Antibiotika nötig sein.

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Auch Campylobacter-Bakterien können von Katzen auf Menschen gelangen, vor allem über Speichel. Meist sind Kleinkinder betroffen. Die Infektion verursacht vor allem Durchfall und Bauchschmerzen. Wichtig sind ausreichend Flüssigkeit und eine gute Küchen- und Handhygiene.

Salmonellen und Toxoplasmose

Salmonellen werden durch den Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierten Lebensmitteln übertragen. Beschwerden sind Durchfall, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Fieber. Gründliches Händewaschen, saubere Küchenutensilien und Hygiene beim Reinigen der Katzentoilette senken das Risiko.

Die bekannteste Katzen-Zoonose ist die Toxoplasmose. Menschen stecken sich vor allem über Katzenkot oder rohes beziehungsweise unzureichend gegartes Fleisch an. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt oder mit milden, grippeähnlichen Symptomen. Besonders vorsichtig sollten Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sein, da bei ihnen häufiger Komplikationen auftreten können.

Gute Hygiene schützt

Die meisten von Katzen übertragbaren Infektionen lassen sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen vermeiden. Dazu gehören gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit der Katze oder der Katzentoilette, eine gute Küchenhygiene sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen. Bei anhaltenden Beschwerden oder nach Biss- und Kratzverletzungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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