Wasser sparen in Potsdam: Tipps der Verbraucherzentrale gegen hohe Preise
Wasser sparen in Potsdam: Tipps der Verbraucherzentrale

Die Wasser- und Abwasserpreise in Potsdam sind seit dem 1. Januar 2026 um rund 25 Prozent gestiegen. Die Erhöhung wurde Ende März rückwirkend beschlossen und sorgt bei vielen Haushalten für Unmut. Die Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam hat nun Tipps veröffentlicht, wie man den Wasserverbrauch reduzieren und damit die Kosten in Grenzen halten kann.

Warum sind die Preise gestiegen?

Die Preiserhöhung betrifft sowohl das Trinkwasser als auch die Abwasserentsorgung. Laut Stadtwerken sind die gestiegenen Betriebskosten und notwendige Investitionen in die Infrastruktur die Hauptgründe. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeutet das Mehrkosten von etwa 100 Euro pro Jahr.

Praktische Tipps der Verbraucherzentrale

Joshua Jahn, Sprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg, empfiehlt, zunächst das eigene Verbrauchsverhalten zu überprüfen. Schon kleine Änderungen im Alltag können den Wasserverbrauch deutlich senken:

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  • Duschen statt Baden: Ein Vollbad verbraucht etwa 150 Liter Wasser, während eine kurze Dusche nur rund 50 Liter benötigt. Wer die Duschzeit auf fünf Minuten verkürzt, spart noch mehr.
  • Wasserhähne nachrüsten: Durch den Einbau von Perlatoren oder Durchflussbegrenzern lässt sich der Wasserverbrauch an Waschbecken und Spülen um bis zu 50 Prozent reduzieren.
  • Toilettenspülung optimieren: Moderne Spülkästen bieten oft eine Sparfunktion. Bei älteren Modellen kann ein wassersparender Einsatz nachgerüstet werden.
  • Regenwasser nutzen: Für die Gartenbewässerung oder das Putzen von Terrassen eignet sich gesammeltes Regenwasser hervorragend und schont die Trinkwasserressourcen.

Weitere Spartipps für den Haushalt

Neben den genannten Maßnahmen gibt es weitere Möglichkeiten, Wasser zu sparen:

  1. Waschmaschine und Geschirrspüler voll beladen: Beide Geräte verbrauchen auch bei halber Beladung fast die gleiche Menge Wasser. Es lohnt sich also, sie erst vollständig zu füllen.
  2. Gemüse in einer Schüssel waschen: Statt unter fließendem Wasser können Sie Gemüse in einer Schüssel reinigen und das Wasser anschließend für die Pflanzen nutzen.
  3. Undichte Stellen reparieren: Ein tropfender Wasserhahn kann bis zu 20 Liter Wasser pro Tag verlieren. Lassen Sie undichte Stellen zeitnah reparieren.

Langfristige Investitionen

Wer langfristig Wasser sparen möchte, kann in wassersparende Armaturen oder eine Regenwasserzisterne investieren. Auch der Einbau einer Zirkulationspumpe für Warmwasser kann helfen, da so nicht erst kaltes Wasser ablaufen muss, bis warmes kommt. Die Verbraucherzentrale berät auch zu Fördermitteln, die solche Maßnahmen finanziell unterstützen können.

Abschließend betont Joshua Jahn, dass jeder Haushalt durch bewussten Umgang mit Wasser nicht nur Geld sparen, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Die aktuellen Preissteigerungen sollten als Anlass genommen werden, das eigene Verbrauchsverhalten zu überdenken.

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