Frisch gewaschene Wäsche auf der Leine, ein leichter Sommerwind und der Duft sauberer Kleidung – für viele gehört das im Sommer einfach dazu. Das Trocknen im Freien spart Strom, schont die Umwelt und die Wäsche wird oft schneller trocken als in der Wohnung. Allerdings kann intensive Sonneneinstrahlung manchen Textilien schaden. Insbesondere die UV-Strahlung greift Farbpigmente an und lässt dunkle oder bunte Kleidung mit der Zeit verblassen.
Warum Sonne die Farben angreift
Sonnenlicht beschleunigt zwar das Trocknen, die enthaltene UV-Strahlung greift jedoch die Farbpigmente in Stoffen an, erklärt myHOMEBOOK. Vor allem schwarze, dunkelblaue oder rote Kleidungsstücke können mit der Zeit an Farbintensität verlieren. Auch Aufdrucke und Muster wirken nach häufigem Trocknen in der prallen Sonne oft blasser. Dieser Prozess erfolgt nicht sofort, sondern schleichend über viele Wasch- und Trockenvorgänge hinweg. Laut Experten kann die Farbveränderung nach etwa 20 bis 30 Trocknungszyklen in der Sonne sichtbar werden.
Welche Stoffe besonders gefährdet sind
Nicht alle Textilien reagieren gleich auf die Sonne. Weiße Wäsche verträgt UV-Strahlung meist gut und kann sogar leicht aufgehellt werden. Bunte und dunkle Stoffe sind dagegen deutlich empfindlicher, wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus erklärt. Auch Naturfasern wie Leinen sowie empfindliche Materialien wie Seide können durch intensive Sonneneinstrahlung schneller altern. Synthetische Fasern wie Polyester sind weniger anfällig, können aber bei langer UV-Exposition spröde werden.
Einfacher Trick: Kleidung auf links drehen
Eine einfache Maßnahme hilft, Farben länger zu erhalten: Bunte und dunkle Kleidung sollte vor dem Aufhängen auf links gedreht werden. So trifft die Sonne vor allem auf die Innenseite des Stoffes. Besonders bei T-Shirts mit Aufdruck oder kräftigen Farben kann das das Risiko des Ausbleichens verringern. Dieser Tipp wird von vielen Textilherstellern empfohlen und kann die Lebensdauer Ihrer Lieblingsstücke deutlich verlängern.
Schatten ist oft die bessere Wahl
Für schnelles Trocknen muss die Wäsche nicht in der prallen Sonne hängen. Ein luftiger Platz im Schatten oder Halbschatten reicht an warmen Sommertagen meist aus. Der Wind übernimmt einen großen Teil der Trocknungsarbeit, während die geringere UV-Belastung Farben und Fasern schont. Am besten hängen Sie die Wäsche früh morgens oder abends auf. So vermeiden Sie die intensive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr – und Ihre Kleidung bleibt länger schön. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Wäsche nicht zu dicht zu hängen, damit die Luft gut zirkulieren kann.



