Nach einem kurzen Rückgang im Juli steigen die Bauzinsen wieder an. Mehrere Banken haben ihre Konditionen für Immobilienkredite erhöht, wie der wöchentlich aktualisierte Zinsradar der Funke Mediengruppe zeigt. Für Immobilienkäufer bedeutet dies höhere monatliche Raten und Gesamtkosten.
Sparkassentochter 1822direkt erhöht Zinsen
Die Sparkassentochter 1822direkt hat ihre Bauzinsen angehoben. Der repräsentative Effektivzins stieg von 3,65 Prozent Anfang Juli auf aktuell 3,85 Prozent pro Jahr. Grundlage ist ein Darlehen über 300.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung und einem anfänglichen Tilgungssatz von 2 Prozent. Die monatliche Rate steigt von 1392,50 Euro auf 1440,00 Euro.
ING erhöht zum zweiten Mal
Die ING hat die Zinsen für Baufinanzierungen erneut erhöht. Im repräsentativen Beispiel liegt der Sollzins nun bei 4,27 Prozent (zuvor 4,10 Prozent), der effektive Jahreszins bei 4,38 Prozent (zuvor 4,20 Prozent). Basis ist ein Darlehen von 300.000 Euro, 15 Jahre Zinsbindung, anfängliche Tilgung von 3 Prozent und eine Beleihung von 85 Prozent. Die monatliche Rate steigt auf 1817,50 Euro, zuvor lag sie bei 1775 Euro.
PSD Bank Nürnberg mit moderatem Anstieg
Die PSD Bank Nürnberg hat die Konditionen ebenfalls erhöht. Der effektive Zins stieg von 3,59 auf 3,62 Prozent. Die Bank kalkuliert mit 300.000 Euro, zehn Jahren Zinsbindung, einer anfänglichen Tilgung von 1 Prozent und einer Beleihung von etwa 50 Prozent. Die monatliche Rate erhöht sich von 1337,94 Euro auf 1346,80 Euro.
Commerzbank: Deutlicher Zinsanstieg
Bei der Commerzbank sind die Bauzinsen deutlich gestiegen. Der effektive Jahreszins liegt jetzt bei 4,22 Prozent, zuvor bei 3,88 Prozent. Die Bank kalkuliert mit 100.000 Euro, zehn Jahren Zinsbindung und einer Beleihung von maximal 60 Prozent. Die monatliche Rate steigt von 1003,45 Euro auf 1019,12 Euro.
Comdirect: Zinserhöhung über mehrere Zinsbindungen
Die Comdirect hat die Zinsen ebenfalls angehoben. Bei einer Beleihung von 60 Prozent und einem Nettodarlehen von 200.000 Euro beträgt der effektive Jahreszins für 10 Jahre 3,87 Prozent (zuvor 3,67 Prozent), für 15 Jahre 4,09 Prozent (zuvor 3,91 Prozent) und für 20 Jahre 4,19 Prozent (zuvor 4,00 Prozent). In einem repräsentativen Beispiel mit 140.000 Euro, 15 Jahren Zinsbindung, 2 Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihung steigt die Rate von 639,33 Euro auf 654,50 Euro.
Aktueller Zinskorridor laut Vermittlern
Nach Angaben des Kreditvermittlers Dr. Klein liegen die besten Konditionen je nach Sollzinsbindung in einem Korridor zwischen 3,57 und 4,22 Prozent. Interhyp gibt einen Zins von etwa 3,98 Prozent für zehnjährige Immobiliendarlehen an.



