Ein 53-jähriger Motorradfahrer hat auf der Autobahn 96 bei Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) eine Rettungsgasse missbraucht, um einem Stau zu entkommen. Die Folge: ein vierwöchiges Fahrverbot und ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro, wie die Polizei mitteilte.
Busbrand als Auslöser
Am Sonntag war auf der A96 ein Reisebus in Brand geraten. Der Motorradfahrer nutzte die Gelegenheit und fuhr mehreren Feuerwehrfahrzeugen durch die Rettungsgasse hinterher, um schneller voranzukommen. An der Brandstelle musste er jedoch anhalten, da die Autobahn dort voll gesperrt war. Streifenbeamte der Polizei hatten ihn bereits erwartet – Zeugen hatten die Beamten zuvor über das unerlaubte Fahrverhalten des Mannes informiert, wie eine Sprecherin sagte.
Rechtliche Konsequenzen
Das unerlaubte Befahren einer Rettungsgasse ist kein Kavaliersdelikt. Es gefährdet Einsatzkräfte und kann Leben kosten. Die Polizei leitete ein Bußgeldverfahren ein, das zu einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro und einem vierwöchigen Fahrverbot führte. Der Motorradfahrer muss seinen Führerschein nun für einen Monat abgeben.
Appell der Polizei
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, Rettungsgassen konsequent freizuhalten. „Rettungsgassen sind kein Überholweg, sondern lebenswichtige Korridore für Einsatzkräfte“, betonte ein Sprecher. Verstöße werden konsequent geahndet und können neben hohen Geldstrafen auch Fahrverbote nach sich ziehen.



