Feueralarm in Baden-Württemberg: Mehrere Brände im Südwesten
Feueralarm: Mehrere Brände in Baden-Württemberg

Gleich mehrere Brände haben am Freitag die Feuerwehren in Baden-Württemberg in Atem gehalten. In Stutensee im Landkreis Karlsruhe brannte ein abgeerntetes Getreidefeld, in Bad Teinach-Zavelstein im Landkreis Calw geriet eine Waldfläche in Brand, und in Balingen im Zollernalbkreis musste die Feuerwehr gleich zweimal zu einem Wiesenbrand ausrücken. Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand, wie eine Sprecherin der Feuerwehr mitteilte. Die trockene Vegetation mache die Ausbreitung von Feuer derzeit besonders gefährlich, warnte sie.

Die Einsätze am Freitag im Überblick

  • Stutensee (Landkreis Karlsruhe): Abgeerntetes Getreidefeld, Umfang rund 70 bis 100 Meter, Brand bemerkt von einem Rettungswagen, Person entfernte sich vom Brandort.
  • Bad Teinach-Zavelstein (Landkreis Calw): Waldfläche, etwa 200 Quadratmeter, Flammen 10 bis 15 Meter hoch, 60 Feuerwehrleute, Drohne mit Wärmebildkamera.
  • Balingen (Zollernalbkreis): Zwei Wiesenbrände, rund 100 Quadratmeter, erneute Rauchentwicklung an derselben Stelle.

Stoppelfeld in Stutensee in Flammen

Am späten Freitagabend wurden die Einsatzkräfte zu einem Feldbrand nach Stutensee gerufen. Dort stand ein abgeerntetes Getreidefeld in Flammen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei brannte eine Fläche mit einem Umfang von rund 70 bis 100 Metern. Meterhohe Flammen erfassten das trockene Stoppelfeld. Nur mit einem größeren Aufgebot gelang es der Feuerwehr, eine weitere Ausbreitung des Feuers auf benachbarte Flächen zu verhindern. Da es sich um ein bereits abgeerntetes Feld handelte, entstand nach ersten Einschätzungen kein nennenswerter Schaden.

Entdeckt wurde der Brand von einem zufällig vorbeifahrenden Rettungswagen. Dessen Besatzung bemerkte das Feuer und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Nach Angaben der Polizei beobachtete die Besatzung des Rettungswagens außerdem eine Person, die sich vom Brandort entfernte. Einen konkreten Verdacht auf Brandstiftung gibt es derzeit jedoch nicht, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu der Person geben können, die sich vom Brandort entfernt hat. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers dauern an.

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Waldbrand bei Bad Teinach-Zavelstein

In einem Waldstück bei Bad Teinach-Zavelstein im Landkreis Calw geriet eine etwa 200 Quadratmeter große Fläche in Brand. „Als wir eintrafen, schlugen die Flammen etwa 10 bis 15 Meter hoch“, schilderte der Einsatzleiter der Feuerwehr. 60 Feuerwehrleute bekämpften den Brand unter schwierigen Bedingungen. Sie verhinderten, dass sich das Feuer im Wald weiter ausbreitete. Der Brandort lag in unwegsamem Gelände, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte.

Die Wasserversorgung am Brandort stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung. Weil dort kein Hydrant zur Verfügung stand, setzten die Feuerwehrleute Löschfahrzeuge im Pendelverkehr ein. Auf diese Weise konnten sie ausreichend Löschwasser heranschaffen. Eine Drohne mit Wärmebildkamera unterstützte die Einsatzkräfte bei der Suche nach Glutnestern. Nach dem Löschen der Flammen wurde der verbrannte Waldboden ausgiebig bewässert, um erneute Glutbildungen zu verhindern.

Zwei Wiesenbrände in Balingen

Auch in Balingen im Zollernalbkreis war die Feuerwehr mehrfach gefordert. Am Freitagnachmittag geriet eine rund 100 Quadratmeter große Wiesenfläche in Brand. Die Einsatzkräfte rückten aus und löschten die Flammen. Nur wenige Stunden später kam es an derselben Stelle jedoch erneut zu einer Rauchentwicklung. Die Feuerwehr wurde erneut alarmiert und musste abermals eingreifen. Auch diesen Brand brachten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle.

Die Ursache für die beiden Wiesenbrände ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt Hinweise von Zeugen entgegen.

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Einsatzkräfte warnen vor anhaltender Trockenheit

Die jüngsten Brände verdeutlichen die Gefahr, die von der trockenen Vegetation ausgeht. „Die trockene Vegetation mache die Ausbreitung von Feuer derzeit besonders gefährlich“, erklärte eine Sprecherin der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte im Südwesten appellieren an die Bevölkerung, im Umgang mit Feuer äußerste Vorsicht walten zu lassen. Schon eine kleine Hitzequelle könne in dem ausgedörrten Untergrund einen Brand auslösen. Wer eine Rauchentwicklung bemerke, solle sofort die Feuerwehr verständigen. Die Ermittlungen zur Ursache der Brände in Stutensee, Bad Teinach-Zavelstein und Balingen laufen unterdessen weiter.