Potsdamer Hauptbahnhof gesperrt: Bombenentschärfung am Dienstag
Potsdam: Bombenentschärfung am Hauptbahnhof

Potsdamer Hauptbahnhof gesperrt: Bombenentschärfung am Dienstag

In der kommenden Woche wird in Potsdam eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, dass weite Teile der Innenstadt evakuiert werden müssen. Die Maßnahmen beginnen am Dienstag um 8.30 Uhr. Der Hauptbahnhof wird während der Aktion komplett gesperrt. Auch der Landtag und das Museum Barberini sind betroffen.

Etwa 6.500 Menschen, die im Sperrkreis mit einem Radius von rund 700 Metern leben, müssen ihre Wohnungen verlassen. Darüber hinaus befinden sich im Sperrgebiet die Staatskanzlei, mehrere Ministerien, die Investitions- und Landesbank, das Sport- und Freizeitbad „blu“ sowie mehrere Pflegeheime. Auch weitere Museen wie das Minsk, Hotels, die Comenius-Schule, die Kita Havelblick, die Freundschaftsinsel und der Lustgarten sind von den Sperrungen betroffen.

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) bat alle Anwohner, den Sperrkreis rechtzeitig zu verlassen. „Wenn wir alle mitwirken und aufeinander achten, können solche Maßnahmen sicher, zügig und erfolgreich umgesetzt werden“, so die Oberbürgermeisterin.

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Umfangreiche Verkehrseinschränkungen

Der Autoverkehr wird während der Maßnahmen großräumig umgeleitet. Straßenbahnen und Busse dürfen den Sperrkreis nicht befahren. Auch im Regionalverkehr und bei der S-Bahn kommt es zu Einschränkungen. Der Potsdamer Hauptbahnhof ist ab 8.30 Uhr komplett gesperrt. Die S-Bahnen in Richtung Berlin starten und enden während dieser Zeit am S-Bahnhof Babelsberg. Die Regionalbahnen fahren bis zum Start der Entschärfung ohne Halt am Hauptbahnhof durch.

Die 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde auf einer Baustelle an der Leipziger Straße in der Nähe des Freizeitbades gefunden. Der Kampfmittelräumdienst soll den Blindgänger nun unschädlich machen. Als Aufenthaltsort während der Evakuierung steht ab 8.00 Uhr die Sporthalle am Humboldtring für Betroffene zur Verfügung.

Erst vor kurzem waren in Potsdam mehrere Weltkriegsbomben entschärft worden – allerdings eher am Stadtrand. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe sowjetischer Herkunft und zwei 25 Kilogramm schwere Bomben erfolgreich gesprengt, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung mitteilte. Die Bomben waren bei einer systematischen Absuche entdeckt worden. Auch im Potsdamer Süden wurden bei der Absuche Weltkriegsbomben entdeckt und anschließend entschärft.

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