Für das riesige denkmalgeschützte Gebäude des früheren Berliner Flughafens Tempelhof soll bis 2027 ein Entwicklungskonzept vorliegen. Danach soll der Senat über die weiteren Schritte entscheiden. Ab 2028 soll konkret geplant werden, wie die zuständige Tempelhof Projekt GmbH mitteilte.
Workshops und Expertengremien
Bereits seit Jahren wird an Grundlagen und Strategien für das Gebäude gearbeitet. Zwischen 2025 und 2027 gab und gibt es sieben Workshops mit Experten. Dabei stehen vor allem folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie kann das Gebäude besser mit dem Tempelhofer Feld und den umliegenden Wohnstraßen vernetzt werden? Welche Nutzungen wären für die Nachbarschaft möglich? Wie lässt sich dieses große Denkmal so gestalten, dass Geschichte, Sanierung, Klimaschutz und neue Nutzungen zusammenpassen?
Kein fertiger Architekturentwurf
Das Gebäude besteht aus 41 Bauteilen, 7.000 Räumen und 300.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Edith Wunsch, Leiterin des Bereichs Liegenschaft bei der Tempelhof Projekt GmbH, betonte: „Derzeit gibt es ganz bewusst noch keinen fertigen Umbau- oder Architekturentwurf. Bevor Entwürfe sinnvoll sind, muss geklärt werden, was technisch, rechtlich und denkmalpflegerisch umsetzbar ist.“
Infomarkt für interessierte Berliner
Interessierte Berliner können sich am Samstag, den 4. Juli, von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr bei einem Infomarkt im Besucherzentrum Check-In am Platz der Luftbrücke 5 über das Entwicklungskonzept informieren und mit den Akteuren sprechen. „Hier zeigt die Tempelhof Projekt GmbH, wie sie derzeit an der langfristigen Entwicklung des Flughafens Tempelhof arbeitet, welche Themen untersucht werden und wie die nächsten konkreten Schritte aussehen“, so die Mitteilung.
Vision: Lebendiger Ort der Begegnung
Als Vision wurde formuliert: „Zukünftig ist der Flughafen Tempelhof ein lebendiger und vielfältiger Ort der Begegnung, der kreativen Austausch und Experimente ermöglicht.“ Flexible Nutzungsmöglichkeiten sollen die Nachbarschaft stärken und den Standort als weltoffenen Treffpunkt für Berlin erlebbar machen.



