Heftige Gewitter mit Orkanböen, Starkregen und großen Hagelkörnern sind über Baden-Württemberg gezogen und haben erhebliche Schäden verursacht. Die Feuerwehr in Ulm berichtete von herabfallenden Ästen und Dachziegeln. Im Norden der Stadt stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto, die Insassen konnten sich nicht mehr aus dem Fahrzeug befreien und setzten einen Notruf ab. Ein weiterer Baum fiel auf eine Stromleitung. Verletzt wurde niemand.
Carport in Neckartailfingen eingestürzt
In der Gemeinde Neckartailfingen im Kreis Esslingen brach ein Carport unter der Wucht des Unwetters zusammen und stürzte auf vier Fahrzeuge. Die Polizei bestätigte den Vorfall und schätzt den Sachschaden auf 60.000 bis 70.000 Euro.
Auch im Rems-Murr-Kreis und im Ostalbkreis sorgte das Unwetter für zahlreiche Einsätze. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Aalen wurden dort bislang mehr als 40 wetterbedingte Einsätze registriert. Unter anderem stürzte ein Baum auf ein Auto, ein weiterer umgestürzter Baum beschädigte ein Haus. Straßen wurden stellenweise durch angeschwemmten Schmutz verunreinigt. Nach ersten Erkenntnissen scheint es keine größeren Schäden oder Einsätze gegeben zu haben, die Polizei wertet die Lage jedoch noch aus.
Superzelle über Baden-Württemberg
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von einer sogenannten Superzelle, die sich am Nachmittag von Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm geschoben habe. Diese Superzelle brachte starke Windböen und bis zu fünf Zentimeter große Hagelsteine mit sich, wie ein Sprecher berichtete. Menschen hätten von abgebrochenen Ästen und Schäden an Häusern berichtet. Auch an der Ostalb habe es gewittert, allerdings nicht so kräftig, so der DWD-Experte. Der DWD warnte am Abend vor allem für den Regierungsbezirk Freiburg vor großer Gefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen und Gerüste, vor raschen Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern sowie vor möglichen Erdrutschen.
Auch am Freitag müssen die Menschen in Baden-Württemberg mit weiteren Unwettern rechnen, wie der DWD mitteilte.



