Würzburg: Zwei 13-Jährige werfen Stein auf Obdachlosen
Würzburg: 13-Jährige werfen Stein auf Obdachlosen

In Würzburg hat die Polizei zwei 13-jährige Jungen ermittelt, die am Samstag einen mehr als drei Kilogramm schweren Stein von einer Fußgängerbrücke auf einen 51-jährigen Obdachlosen geworfen haben sollen. Der Mann blieb glücklicherweise unverletzt. Die beiden Minderjährigen wurden noch am Tatort angetroffen und nach polizeilichen Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Das Jugendamt wurde über den Vorfall informiert.

Zweiter Vorfall an derselben Brücke

Bereits am vergangenen Wochenende hatte es an derselben Brücke einen ähnlichen Vorfall gegeben, bei dem ein bislang unbekannter Jugendlicher einen Stein geworfen hatte. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei weist darauf hin, dass solche Taten nicht nur strafrechtliche Konsequenzen haben, sondern auch eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben darstellen.

Strafrechtliche Folgen für Minderjährige

Da die Tatverdächtigen erst 13 Jahre alt sind, greift das Jugendstrafrecht. In Deutschland liegt das Alter der Strafmündigkeit bei 14 Jahren. Das bedeutet, dass die beiden Jungen strafrechtlich nicht belangt werden können. Allerdings kann das Jugendamt erzieherische Maßnahmen anordnen, wie etwa sozialpädagogische Betreuung oder die Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training. Die Polizei betont, dass solche Vorfälle ernst genommen werden und die Ermittlungen auch dazu dienen, Wiederholungen zu verhindern.

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Reaktionen und Ausblick

Der Vorfall hat in Würzburg für Aufsehen gesorgt. Die Polizei appelliert an Zeugen, sich zu melden, falls sie weitere Informationen zu den Vorfällen haben. Auch die Stadt Würzburg zeigt sich besorgt über die Sicherheit von Obdachlosen. In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Angriffe auf obdachlose Menschen in deutschen Städten. Laut einer Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe wurden im Jahr 2023 mindestens 19 Menschen, die auf der Straße lebten, getötet. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.

Die Polizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob es Verbindungen zwischen den beiden Vorfällen gibt. Die beiden 13-Jährigen müssen nun mit Konsequenzen rechnen, auch wenn sie strafunmündig sind. Das Jugendamt wird prüfen, ob eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt und gegebenenfalls Hilfsangebote unterbreiten.

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