Vincent Kompany hat sich in Rekordzeit von einem umstrittenen Trainer zu einem der Großen beim FC Bayern entwickelt. Nach dem spektakulären Sieg gegen Real Madrid und dem Einzug ins Champions-League-Halbfinale gegen PSG reiht sich der Belgier in die Riege legendärer Bayern-Coaches wie Jupp Heynckes, Pep Guardiola und Louis van Gaal ein. Ein großer Teil des Erfolgs wird ihm zugeschrieben.
Bei seiner Verpflichtung im Juli 2024 gab es massive Zweifel. Kompany war die Notlösung nach einer Absagen-Serie für die Nachfolge von Thomas Tuchel. Die englische Presse spottete, Eurosport verglich den Deal mit einem Versuch des FC Liverpool, Timo Schultz vom 1. FC Köln zu holen. Experte Gary Lineker bezeichnete Kompany als Risiko wegen mangelnder Erfahrung.
Doch Kompany überzeugte mit Ruhe und klaren Prinzipien. Intern formte er die Mannschaft zu einer Einheit und brachte das berühmte „Mia san mia“ zurück. Präsident Herbert Hainer spricht von einem „Glücksgriff“, CEO Jan-Christian Dreesen nennt ihn den „eye of the storm“. Die Fans strömen wieder begeistert ins Stadion.
Kompany gibt den Spielern nach Spielen immer frei, kann aber auch knallhart sein – wie im Fall Leon Goretzka, der in wichtigen Spielen oft draußen blieb. Nach dem Real-Sieg lagen sich beide in den Armen. Zudem repräsentiert Kompany die Vereinswerte perfekt, etwa mit einer eindringlichen Rede gegen Rassismus.
Mit 157 Toren in 46 Saisonspielen (3,41 pro Spiel) begeistert der FC Bayern unter Kompany in Bundesliga und Europa. BILD-Sportchef Walter M. Straten hatte bereits im September prophezeit: „Er ist auf dem Weg, ein großer Bayern-Trainer zu werden.“



