Evers will Randbebauung am Tempelhofer Feld ohne Volksbefragung
Evers: Randbebauung Tempelhofer Feld ohne Volksbefragung

Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers will die Randbebauung des Tempelhofer Feldes ohne neuen Volksentscheid oder Bürgerbefragung durchsetzen. Die Berlin-Wahl am 20. September wertet er als direktes Votum über die umstrittenen Pläne für den Wohnungsbau. „Diese Wahl ist für mich auch eine Abstimmung über eine Randbebauung am Tempelhofer Feld“, sagte der kommissarische CDU-Landesvorsitzende dem Tagesspiegel. Eine Volksbefragung sei in Berlin nach geltendem Recht nicht möglich.

Wohnungsnot als Begründung für die Randbebauung

Für Stefan Evers ist die Randbebauung des Tempelhofer Feldes wegen der Wohnungsnot alternativlos. Berlin leide unter einem akuten Mangel an bezahlbarem Wohnraum, weshalb die CDU auf eine Bebauung der Randbereiche des ehemaligen Flughafens dränge. Evers betonte, dass die bisherigen Volksentscheide, die eine Bebauung des Feldes untersagen, nicht mehr zeitgemäß seien und den aktuellen Herausforderungen nicht gerecht würden.

Keine neue Volksbefragung geplant

Evers machte deutlich, dass er keine neue Volksbefragung oder einen erneuten Volksentscheid anstrebe. „Nach geltendem Recht ist eine Volksbefragung in Berlin nicht möglich“, erklärte er. Stattdessen solle die Wahl am 20. September als demokratische Entscheidung über die Randbebauung dienen. Die CDU werde die Pläne nach der Wahl zügig umsetzen, falls sie die Regierungsverantwortung übernehme.

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Kritik von Gegnern der Randbebauung

Gegner der Randbebauung kritisieren das Vorgehen der CDU scharf. Sie fordern, dass die Berliner erneut über die Zukunft des Tempelhofer Feldes abstimmen dürfen. Ein Bündnis aus Bürgerinitiativen und Umweltverbänden kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen, falls die CDU die Randbebauung ohne Volksentscheid durchsetzen wolle. Sie verweisen auf den Volksentscheid von 2014, bei dem sich eine deutliche Mehrheit gegen eine Bebauung ausgesprochen hatte.

Auswirkungen auf den Wahlkampf

Die Ankündigung von Evers dürfte den Berliner Wahlkampf weiter anheizen. Das Tempelhofer Feld ist ein symbolträchtiges Thema in der Stadt, das die Gemüter spaltet. Während die CDU auf die Wohnungsnot verweist, betonen die Gegner den Wert der Freifläche als Naherholungsgebiet und Klima-Oase. Die Wahl am 20. September könnte somit tatsächlich zu einer Richtungsentscheidung über die Zukunft des Feldes werden.

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