In Deggendorf (Bayern) sorgte ein außergewöhnlicher Bienenschwarm für Aufsehen: Rund 40.000 Honigbienen hatten sich in einer hölzernen Christus-Statue eingenistet. Die Figur sollte restauriert werden, doch die unerwarteten Bewohner stellten die Arbeiten vor eine Herausforderung.
Simon Weber (31), Imker aus Röhrnbach, wurde von der Pfarrei zu Hilfe gerufen. Gemeinsam mit seiner Frau Stefanie (31) betreibt er die „Imkerei mit der Goldnote“. Weber erklärte: „In solchen Fällen haben sich meist Wespen angesiedelt. In diesem Fall waren es tatsächlich Honigbienen. Eine Königin hatte sich mit ihrem Schwarm in der hohlen Figur niedergelassen, sie wahrscheinlich für einen Baum gehalten.“
Rettungsaktion: Imker öffnet die Christus-Statue
In Absprache mit der Pfarrei öffnete Weber die Holzfigur an der Rückseite. Die Christus-Statue sollte ohnehin überarbeitet werden. „Es hatten sich 35.000 bis 40.000 Bienen dort niedergelassen. Sie hatten schon im ganzen Hohlraum Waben angelegt. Ich habe die dann vorsichtig entfernt“, so der Imker. Mit einem Trick konnte er die Königin einfangen, woraufhin die anderen Bienen folgten. So wurde das nahezu komplette Volk umgesiedelt.
Weber vermutet, dass die Königin schon länger in der Statue residierte, da der Schwarm bereits beachtliche Größe erreicht hatte. „Es werden im Stock neue Königinnen geboren. Dann zieht die vorherige Königin aus, ihr folgen dabei rund 10.000 Bienen. Dieser Schwarm sucht dann nach einem neuen Wohnort, um wieder einen Staat zu gründen. Dabei müssen sie auf die Statue gestoßen sein.“
Happy End für die Bienen
Ohne die Rettungsaktion hätte der Schwarm sicher nicht den Herbst überlebt, so der junge Imker. Auch die Restaurierung wäre nicht möglich gewesen, ohne die fleißigen Bienen zu töten. „Ich habe sie in einem Bienenkasten neu angesiedelt. Wir päppeln sie jetzt auf, damit sie sicher durch den Winter kommen“, so Weber. Ein Happy End, wie es sich sicher auch Jesus gewünscht hätte.



