In Naila in Bayern ist ein achtjähriger Junge drei Tage nach einem Badeunfall gestorben. Das Kind war am Freitagabend bei einem Freibad-Fest leblos im Nichtschwimmerbecken entdeckt worden. Trotz sofortiger Reanimationsversuche und intensivmedizinischer Behandlung erlag der Junge am Montagabend im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Stadt Naila am Dienstag mitteilte.
Schockszenen im Freibad
Gegen 18 Uhr am Freitagabend feierten zahlreiche Badegäste im Freibad Naila ein Stadtfest, zu dem alle Bewohner eingeladen waren. Plötzlich entdeckten Besucher einen Jungen, der regungslos im flachen Wasser des Nichtschwimmerbeckens trieb. Mit vereinten Kräften zogen sie das Kind an Land und begannen gemeinsam mit der Badeaufsicht sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Der kurz darauf eintreffende Rettungsdienst übernahm die weitere Versorgung und brachte den Achtjährigen unter laufender Reanimation in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Kampf um das Leben des Kindes
Im Krankenhaus kämpften Ärzte drei Tage lang um das Leben des Jungen, doch alle Bemühungen blieben erfolglos. Am Montagabend stellten die Mediziner den Tod des Kindes fest. Die Stadt Naila zeigte sich tief betroffen. „Wir sind alle fassungslos und trauern um den Jungen“, erklärte ein Sprecher der Stadt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Bislang gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Das Freibad bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Festakt abgesagt, psychologische Betreuung
Das geplante Abendprogramm des Freibad-Festes mit einem Auftritt einer Band wurde noch am selben Abend abgesagt. Die Stadt Naila organisierte für die Schüler der Grundschule, die der Junge besuchte, eine psychologische Betreuung. Die Mitschüler sollen das Geschehen verarbeiten können. In Bayern beginnen die Sommerferien erst Ende dieser Woche, sodass der Schulbetrieb noch läuft. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Familie des Jungen in den kommenden Tagen zu unterstützen und eine angemessene Trauerfeier zu planen.
Reaktionen in der Gemeinde
Die Nachricht von dem Tod des Jungen hat in Naila und Umgebung Bestürzung ausgelöst. Bürgermeister Frank Stumpf sprach den Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus. „Unser aller Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei der Familie und den Freunden des Jungen“, sagte er in einer ersten Stellungnahme. Die Gemeinde stellte zudem ein Kondolenzbuch aus. Der Badeunfall wirft Fragen nach der Sicherheit in öffentlichen Bädern auf. Die Stadt Naila kündigte an, die Vorfälle umfassend zu prüfen und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.



