Historische Stabbroschen aus dem Besitz einer ehemaligen Kammerdame von Herzogin Maria von Württemberg haben bei der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ am 14. Juli 2026 für eine Überraschung gesorgt. Die mit Rubinen, Smaragden und Diamantrosen besetzten Schmuckstücke erzielten im Händlerraum einen Preis von 3.600 Euro – weit über der Schätzung von 1.200 bis 1.500 Euro durch Expertin Wendela Horz.
Verkäuferin Ellen erbte Broschen von verstorbenem Ehemann
Verkäuferin Ellen brachte die beiden Stabbroschen zu Horst Lichter in die Sendung. Die Stücke stammten aus dem Nachlass ihres verstorbenen Mannes, der sie von einer Tante geerbt hatte. Diese Tante war einst als Kammerdame bei Herzogin Maria von Württemberg tätig. Die außergewöhnliche Herkunft ist durch Unterlagen aus dem Nachlassgericht sowie ein handschriftliches Testament dokumentiert.
Die Expertise ergab, dass die Broschen aus 585er-Gold in Wien gefertigt wurden. Die Punzen deuten auf einen Goldschmied hin, der für den renommierten Juwelier Moritz Hübner am Wiener Kohlmarkt arbeitete. Entstanden sind die Stücke vermutlich in den 1910er-Jahren.
Bieterschlacht treibt Preis auf 3.600 Euro
Ellen wünschte sich für die Broschen lediglich 350 Euro. Expertin Wendela Horz überraschte sie jedoch mit einer Schätzung von 1.200 bis 1.500 Euro. Die Verkäuferin zeigte sich sichtlich gerührt. Im Händlerraum entwickelte sich ein spannendes Bietergefecht. Nach einem Einstieg bei 1.000 Euro stieg der Preis kontinuierlich, bis schließlich 3.600 Euro erzielt wurden. Ellen nahm das finale Gebot glücklich an. Der Käufer schwärmte anschließend, die Broschen seien die schönsten, die er jemals bei „Bares für Rares“ gekauft habe.
Weitere Raritäten der Sendung vom 14. Juli 2026
Neben den Stabbroschen wurden weitere Raritäten angeboten. Ein Krombacher-Hinterglas-Werbeschild aus den 1950er-Jahren mit Motiv des Kindelsberg-Turms wurde auf 200 bis 300 Euro geschätzt, trotz deutlicher Altersspuren. Eine Royal-Dux-Jägerfigur mit Hund und Rehbock aus der Zeit zwischen 1960 und 1978 erhielt eine Schätzung von 240 bis 280 Euro, obwohl sie Krakelee, ein geklebtes Geweih und ein beschädigtes Hundeohr aufwies. Ein mechanisches französisches Michelsonne-Kinderklavier aus den 1960er-Jahren mit 25 Tasten wurde auf 180 bis 250 Euro geschätzt, trotz fehlender Seitenleiste. Eine Berliner Silberschale der Firma Vollgold aus der Zeit um 1850 bis 1860, aus 12-Lot-Silber (750er Silber) mit aufwendigen Traubenmotiven, wurde auf 700 bis 750 Euro geschätzt. Der tatsächliche Verkaufspreis dieser Stücke wurde in der Sendung nicht genannt.



