Berlin hat am Freitag Vertretern von über 30 Fachverbänden sein Konzept für eine mögliche Olympia-Bewerbung vorgestellt. Gemeinsam mit Spitzensportlern der Hauptstadt präsentierten Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger die Pläne zunächst im Roten Rathaus und später im Olympiastadion.
Bereits am Donnerstag hatte ein ähnlicher Termin in München stattgefunden. Als dritter deutscher Kandidat ist noch die Region Rhein-Ruhr im Rennen. Hamburg ist nach einem gescheiterten Volksentscheid ausgeschieden.
Para-Schwimmerin Elena Semechin sagte dem rbb: „Berlin hat so eine Strahlkraft, das ist das Tor in die Welt. Deswegen finde ich, dass die Spiele nach Berlin kommen sollen.“ Der Termin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ex-Kanute Ronald Rauhe, der ebenfalls anwesend war, berichtete: „Ich habe gute Gespräche geführt und der Eindruck war schon, dass man bemerkt, dass Berlin sehr gute Ideen hat. Dass wir eine Stadt sind, die manchmal vielleicht nicht einfach, aber sehr besonders ist. Und das haben wir genau so den Mitgliedern zur Kenntnis gegeben. Ich glaube, das hat uns sehr sympathisch gemacht.“
Viele Pläne sind bereits bekannt: Eine goldene Rampe am Brandenburger Tor könnte als Ort der Medaillenübergabe dienen, die Eröffnungsfeier auf dem Tempelhofer Feld stattfinden. Zahlreiche Sportstätten sollen ausgebaut oder saniert werden. Die Kosten werden auf 4,8 Milliarden Euro geschätzt, denen geplante Einnahmen von 5,2 Milliarden Euro gegenüberstehen.
Welcher Vertreter sich für Deutschland um die Ausrichtung der Spiele bewerben darf, entscheidet der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) am 26. September.



