Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hält eine Magnetschwebebahn zwischen Tegel und Spandau für besser geeignet als eine Straßenbahn. Im Abgeordnetenhaus argumentierte sie, dass ein solches System unter Berücksichtigung der Bau- und Betriebskosten günstiger sei und schneller realisiert werden könne. Zudem biete die Magnetschwebebahn eine bessere verkehrliche Erschließung für den hoch belasteten Bezirk Spandau.
Bonde betonte, dass eine Straßenbahn in Spandau keine eigene Trasse hätte und daher im Stau mit Autos und Bussen stünde. Dies sei nicht sinnvoll. Sie kündigte eine Machbarkeitsstudie und Grundlagenermittlung an, um die Magnetschwebebahn mit anderen Verkehrsträgern zu vergleichen. Die Senatskommission Wohnungsbau soll am 17. Februar darüber beraten.
Die geplante Verbindung soll das Gelände des früheren Flughafens Tegel, wo die Urban Tech Republic entsteht, mit den Spandauer Stadtteilen Insel Gartenfeld und Wasserstadt verknüpfen. Eine Havelquerung wird ebenfalls geprüft. Die CDU-Idee einer Magnetschwebebahn wird bereits länger diskutiert, stößt jedoch bei der SPD auf Skepsis, die vor „Luftschlössern“ warnt.
Grünen-Verkehrspolitikerin Antje Kapek kritisierte Bondes Vorstoß scharf. Sie warf der Senatorin vor, gegen die Interessen der Spandauer und Berliner zu handeln und ein „Wünsch-Dir-Was-Denkmal“ für die CDU zu bauen. Experten hätten in langwierigen Planungen die Tram als beste und kosteneffizienteste Lösung identifiziert. Bonde entgegnete, dass neue Verkehrslösungen wie die U-Bahn vor 124 Jahren ebenfalls mutig umgesetzt worden seien.



