Buckelwal vor Poel: Rettungskräfte graben Rinne, Kritik an Behörden
Buckelwal vor Poel: Rettungskräfte graben Rinne, Kritik an Behörden

Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal liegt weiterhin in einer eigens angelegten Mulde. Sein Zustand ist kritisch, aber stabil. Helfer einer privaten Initiative graben eine mehr als hundert Meter lange Rinne, um das Tier zu befreien. Die Bagger- und Spülarbeiten sollen bis Samstag dauern.

Meeresbiologe Fabian Ritter beschreibt die Lage: „Wahrscheinlich nimmt der Wal das Ganze mit einer guten Portion Verwunderung, Verzweiflung und wohl auch Angst wahr.“ Tierärztin Kirsten Tönnies hingegen lobt den Gesundheitszustand des Wals: „Wenn man bedenkt, dass der Wal drei Wochen festlag, kann man sich wundern, dass sein Zustand noch so gut ist.“

Kritik kommt von mehreren Seiten. Tierärztin Tönnies bemängelt das Gutachten des Umweltministeriums und die mangelnde Unterscheidung zwischen Tier-, Arten- und Naturschützern. Die US-Tierärztin Jenna Wallace stellt die Qualifikation des hinzugezogenen Experten Charles Vinick infrage und spricht von „komplettem Chaos“ vor Ort.

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Ein Landwirt von der Insel Poel berichtet von „Terror“: Schaulustige und Helfer hätten seine Weizenfelder niedergetrampelt und Müll hinterlassen. Die Rettungsmission dauert bereits mehrere Wochen an.

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