Berliner CSD-Anschlag: Todesopfer ist polnische Staatsangehörige
CSD-Anschlag in Berlin: Opfer ist Polin

Berlin. Die bei dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin getötete Frau stammt aus Polen. Das bestätigte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Montagvormittag bei der Eröffnung einer Ausstellung zum Warschauer Aufstand 1944 im Roten Rathaus.

Bei dem Todesopfer handele es sich um eine polnische Staatsangehörige, die gemeinsam mit ihrer Tochter in der Hauptstadt unterwegs gewesen sei und Opfer des Terroranschlags wurde, so der CDU-Politiker. Die Identität der Frau wird noch nicht offiziell genannt.

Wegner spricht Polen sein Mitgefühl aus

Wegner richtete seine Worte direkt an den Geschäftsträger der Republik Polen, Jan Tombinski, der bei der Ausstellungseröffnung anwesend war. „Es bewegt mich sehr, was am Samstag passiert ist, und meine Gedanken sind bei Ihnen und vor allen Dingen bei der Tochter, der Familie der Ermordeten“, sagte Wegner. Er unterstrich die tiefe Betroffenheit der Stadt über die Tat.

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Der Terroranschlag ereignete sich am Samstagabend, als ein Fahrzeug in eine Menschenmenge am Rande der CSD-Parade gesteuert wurde. Eine 30-jährige Frau kam ums Leben, 29 weitere Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Der mutmaßliche Täter, der syrische Staatsangehörige Abdul B., wurde am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Neukölln von Einsatzkräften erschossen.

Warschau als Partnerstadt im Fokus

Wegner nutzte den Anlass, um die Bedeutung der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Warschau hervorzuheben. „Dieser Terroranschlag ist begründet durch Hass. Wir brauchen mehr Zusammenarbeit, mehr Zusammenhalt, weniger Hass und weniger Kriege auf der Welt“, so der Regierende Bürgermeister. Die Ausstellung über den Warschauer Aufstand sei ein Symbol für den gemeinsamen Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt.

Die polnische Gemeinschaft in Berlin zeigte sich tief erschüttert. Vertreter der Stadt Warschau kündigten an, die Familie des Opfers zu unterstützen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Die Polizei geht von einem islamistischen Motiv aus.

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