Drei Naturschützer auf Ostseeinsel im Eis eingeschlossen
Drei Naturschützer auf Ostseeinsel im Eis eingeschlossen

Die Ostseeinsel Greifswalder Oie ist derzeit von einem dicken Eispanzer umgeben. Drei junge Naturschützer des Vereins Jordsand sitzen dort seit einer Woche fest. Das letzte Schiff brachte vor zwei Wochen Lebensmittel, danach bildete sich eine bis zu 60 Zentimeter dicke Eisschicht, die auch Eisbrecher nicht mehr durchdringen können.

Die 18-jährigen Sören Wieland, Johanna Schaab und Sofia Kampouridi absolvieren auf der Insel ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beziehungsweise den Bundesfreiwilligendienst. Sie hatten mit Einsamkeit gerechnet, aber nicht damit, dass die Insel unerreichbar wird. Dennoch nehmen sie die Situation gelassen: Die Lebensmittel reichen für gut einen Monat.

Langeweile kommt nicht auf. Die Naturschützer beobachten und zählen Wasservögel, die sich an den wenigen Wasserlöchern sammeln. Zudem lesen sie Bücher, spielen Spiele und nutzen das Internet, um Kontakt zu Freunden und Familie zu halten. „Wir sind völlig entspannt, wir sind ziemlich zufrieden hier“, sagt Sören Wieland.

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Trotz der guten Versorgung vermissen sie die Gesellschaft anderer. „Es ist schon ein Luxus, sich regelmäßig mit Freunden treffen zu können. Das realisiert man erst jetzt so richtig“, sagt Johanna Schaab. Wann die Insel wieder erreichbar sein wird, ist ungewiss. Im Notfall könnte ein Hubschrauber die Gruppe versorgen oder abholen – der Landeplatz wurde bereits geübt.

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